DFB-Pokal Übertragung: TV Sender und Streams

Verfolgen Sie den DFB-Pokal live. Alle Optionen für Übertragungen 2026 im Free-TV, Pay-TV und legalen Livestreams auf einen Blick vergleichen.

DFB-Pokal Übertragung 2025/26 – TV, Streaming und Free-TV

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Die DFB-Pokal Übertragung der Saison 2025/26 verteilt sich auf mehrere Sender und Plattformen — und genau das macht die Sache für Fans komplizierter, als sie sein müsste. Wer alle 63 Spiele live sehen will, braucht Sky. Wer nur die großen Abende im Free-TV verfolgen möchte, schaltet ARD oder ZDF ein. Und wer am nächsten Morgen nur die Tore sehen will, landet bei DAZN oder — ganz neu — bei kicker. Alle 63 Spiele, von Free-TV bis Streaming: Das ist der aktuelle Stand der Pokal-Übertragungslandschaft.

Der DFB-Pokal ist einer der letzten großen Fußballwettbewerbe in Deutschland, bei dem regelmäßig Free-TV-Spiele stattfinden. Während die Bundesliga fast vollständig hinter Bezahlschranken verschwunden ist und die Champions League zwischen DAZN und Amazon aufgeteilt wird, bietet der Pokal weiterhin ein verlässliches Kontingent an frei empfangbaren Spielen. Das ist kein Zufall, sondern politisches Kalkül: Der DFB versteht den Pokal als Wettbewerb, der Profis und Amateure verbindet, und die Free-TV-Präsenz ist ein wesentlicher Teil dieser Philosophie. Charly Classen, EVP Sport bei Sky Deutschland, bestätigte die besondere Stellung des Wettbewerbs: „Als Wettbewerb zwischen Profis und Amateuren übt der DFB-Pokal seit jeher eine ganz besondere Faszination aus.“

In diesem Artikel wird die Übertragungssituation der laufenden Saison vollständig aufgeschlüsselt: Welche Sender zeigen welche Spiele, welche Streaming-Optionen stehen zur Verfügung, wo gibt es Highlights, und wie sieht der konkrete TV-Plan für die nächsten Runden aus. Dazu ein Ausblick auf die neuen TV-Rechte ab 2026/27, die die Karten im deutschen Sportrechte-Markt neu mischen werden. Denn während die aktuelle Saison noch nach den bekannten Regeln läuft, bereitet sich die Branche bereits auf einen Umbruch vor, der Fans und Senderchefs gleichermaßen betrifft.

Free-TV: ARD und ZDF

Die öffentlich-rechtlichen Sender ARD und ZDF teilen sich die Free-TV-Rechte am DFB-Pokal für die laufende Saison 2025/26. Insgesamt übertragen sie bis zu 15 Pokaltermine live und in voller Länge — ein Kontingent, das sich auf die attraktivsten Spiele der jeweiligen Runde konzentriert. Der Großteil dieser Übertragungen entfällt auf die späteren Runden: Während in der 1. Runde ein einzelnes Topspiel im Free-TV läuft, sind ab dem Viertelfinale sämtliche Partien auch frei empfangbar. Für einen Wettbewerb, dessen Gesamtumfang 63 Spiele umfasst, ist das Free-TV-Kontingent von 7 bis 8 Spielen prozentual gering — aber es trifft die Spiele, die die meisten Zuschauer interessieren.

Die Auswahl der Free-TV-Spiele folgt einer klaren Logik: Die Sender priorisieren Duelle, die das größte Zuschauerinteresse versprechen. In der 1. Runde bedeutet das in der Regel ein Spiel zwischen einem Bundesligisten und einem Amateurverein — der Reiz des „David gegen Goliath“ ist TV-tauglich wie kaum ein anderes Narrativ im deutschen Fußball. In späteren Runden rücken die Duelle der großen Klubs in den Vordergrund. Die Verteilung zwischen ARD und ZDF wird intern abgestimmt, wobei sich die Sender in den Runden abwechseln — wenn die ARD das Achtelfinalspiel zeigt, ist das ZDF beim Viertelfinale an der Reihe. Im Halbfinale und beim Finale wird der Sender mit der stärkeren Reichweitenprognose bevorzugt, was in der Praxis zu einem Jahr-für-Jahr-Wechsel zwischen den beiden Häusern führt.

Die Übertragungszeiten im Free-TV orientieren sich am bewährten Muster: Anstoß um 20:45 Uhr, Vorberichterstattung ab etwa 20:15 Uhr. Die Erstrundenspiele, die auf das Wochenende fallen, können auch am Samstag- oder Sonntagabend angesetzt werden. Die ARD zeigt ihre Pokal-Übertragungen im Ersten, das ZDF sendet im Hauptprogramm. Beide Sender bieten parallel einen kostenlosen Livestream über ihre Mediatheken an — ein wichtiger Zusatzkanal für Zuschauer, die zum Anpfiffzeitpunkt nicht vor dem Fernseher sitzen können.

Was die Einschaltquoten betrifft, liefert der DFB-Pokal im Free-TV verlässlich Spitzenwerte. Das Finale 2025 zwischen Stuttgart und Bielefeld erreichte auf ZDF 7,56 Millionen Zuschauer bei einem Marktanteil von 32,7 Prozent. In der jungen Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil sogar bei 42,2 Prozent — ein Wert, den Werbekunden und Programmplaner gleichermaßen zur Kenntnis nehmen. Im Vergleich dazu hatte das Finale 2024, Leverkusen gegen Kaiserslautern, auf ARD 7,95 Millionen Zuschauer erreicht. Die leichte Schwankung zwischen den Jahren hängt stark von den beteiligten Mannschaften ab, doch die Grundtendenz ist klar: Das Pokalfinale gehört zu den meistgesehenen Einzelsport-Ereignissen im deutschen Free-TV.

Für die Saison 2025/26 stehen die Free-TV-Termine der Halbfinals und des Finales bereits fest: Beide Halbfinals werden im Free-TV übertragen — das ZDF zeigt am 22. April die Partie Leverkusen gegen Bayern, die ARD am 23. April das Spiel Stuttgart gegen Freiburg. Das Finale ist ohnehin gesetzt. Insgesamt zeigen ARD und ZDF bis zu 15 Pokaltermine im frei empfangbaren Fernsehen, darunter beide Halbfinals und das Finale.

Pay-TV: Sky

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Sky ist der zentrale Rechteinhaber des DFB-Pokals und zeigt alle 63 Partien des Wettbewerbs live — von der 1. Runde bis zum Finale. Das ist ein Alleinstellungsmerkmal, das kein anderer Anbieter bieten kann: Wer jedes Pokalspiel sehen möchte, ohne Ausnahme, kommt an Sky nicht vorbei.

Das Übertragungsformat auf Sky umfasst sowohl Einzelspiele als auch die Konferenzschaltung. In den frühen Runden, wenn bis zu 16 Partien gleichzeitig stattfinden, ist die Konferenz das Herzstück der Pokalberichterstattung. Die Regie schaltet zwischen den Stadien hin und her, zeigt Tore in Echtzeit und liefert die Emotionen des Pokalabends in konzentrierter Form. Für viele Fans ist die Pokalkonferenz auf Sky ein Erlebnis, das in der deutschen Sportmedienlandschaft seinesgleichen sucht — vergleichbar allenfalls mit der Bundesliga-Konferenz am Samstagnachmittag. An einem typischen Pokalabend der 1. oder 2. Runde schaltet die Konferenz bis zu zehnmal pro Halbzeit zwischen verschiedenen Stadien um, und die Wahrscheinlichkeit, dabei einen Live-Tor-Moment zu erwischen, ist erstaunlich hoch.

In den späteren Runden ab dem Achtelfinale wechselt der Fokus auf Einzelspielübertragungen. Sky setzt dann auf ausführliche Vorberichte, Expertenanalysen und taktische Einordnungen — ein Programm, das über das reine Spielgeschehen hinausgeht. Die Moderations- und Kommentatorenteams werden für die Pokalrunden gezielt zusammengestellt, und die Studiosendungen vor und nach den Spielen liefern den Kontext, den das K.-o.-Format verlangt.

Preislich liegt das Sky-Sportpaket, das den DFB-Pokal enthält, je nach gewähltem Tarif und Vertragslaufzeit zwischen 20 und 35 Euro pro Monat. Das Paket umfasst neben dem Pokal auch die Bundesliga und die 2. Bundesliga — für Fußballfans in Deutschland ist es damit das umfassendste Einzelangebot auf dem Markt. Wer flexibler bleiben möchte, kann über WOW, den Streaming-Dienst von Sky, monatsweise buchen, allerdings zu einem höheren Preis pro Monat.

Ein Detail, das häufig übersehen wird: Sky überträgt auch die Auslosung der Pokalrunden live. Für Fans, die wissen wollen, wer in der nächsten Runde auf wen trifft, bevor die Ergebnisse durch soziale Medien sickern, ist das ein unterschätzter Service.

Streaming: Joyn, ARD Mediathek, Sky Go

Die Streaming-Landschaft des DFB-Pokals spiegelt die Fragmentierung des deutschen Sportrechte-Marktes wider: Es gibt kostenlose Optionen, kostenpflichtige Optionen und einige, die irgendwo dazwischen liegen. Der Überblick lohnt sich, denn je nach Ausgangslage reicht bereits ein kostenloser Dienst, um die wichtigsten Pokalabende live zu verfolgen.

Die einfachste kostenlose Option ist die ARD Mediathek. Jedes Spiel, das die ARD im Ersten überträgt, läuft parallel als Livestream in der Mediathek — ohne Anmeldung, ohne Abo, ohne versteckte Kosten. Gleiches gilt für die ZDF Mediathek bei ZDF-Übertragungen. Die Streams starten in der Regel pünktlich zur Vorberichterstattung und enden nach der Analyse. Die Qualität liegt bei bis zu 1080p, abhängig von der Internetverbindung, und die Latenz gegenüber dem linearen TV-Signal beträgt typischerweise 20 bis 40 Sekunden — wer in einer Fankneipe sitzt, in der der Fernseher läuft, wird den Unterschied bemerken.

Joyn, die Streaming-Plattform von ProSiebenSat.1, bietet ebenfalls einen kostenlosen Zugang zu den Free-TV-Übertragungen von ARD und ZDF. Das klingt zunächst redundant, hat aber einen praktischen Vorteil: Joyn bündelt die linearen Programme beider öffentlich-rechtlichen Sender auf einer Plattform, sodass Nutzer nicht zwischen verschiedenen Apps wechseln müssen. Für Smart-TV-Besitzer, die ihre Streaming-Apps konsolidieren möchten, ist das ein Argument.

Auf der kostenpflichtigen Seite steht Sky Go, die mobile Streaming-Erweiterung des Sky-Abonnements. Sky-Go-Nutzer können alle 63 Pokalspiele live auf Smartphone, Tablet oder Laptop verfolgen — vorausgesetzt, sie haben ein aktives Sky-Sportpaket. Die App unterstützt bis zu zwei gleichzeitige Streams, was Familien entgegenkommt, in denen unterschiedliche Spiele auf unterschiedlichen Geräten laufen sollen. Die Streaming-Qualität liegt bei bis zu Full-HD, die Stabilität hat sich in den vergangenen Saisons deutlich verbessert, auch wenn Spitzenbelastungen an Pokalabenden gelegentlich zu Pufferpausen führen.

WOW, der flexible Streaming-Dienst von Sky, richtet sich an Zuschauer, die kein langfristiges Sky-Abo abschließen möchten. Das Sport-Paket auf WOW umfasst den DFB-Pokal, die Bundesliga und die 2. Bundesliga und kann monatsweise gebucht werden. Die Kosten sind höher als beim klassischen Sky-Abo mit Jahresvertrag, dafür entfällt die Bindung. Für Fans, die den Pokal nur punktuell verfolgen — etwa nur die Halbfinals und das Finale — kann sich ein kurzfristiges WOW-Abo rechnen. Ein Rechenbeispiel: Wer WOW nur für April und Mai bucht, um Halbfinale und Finale zu sehen, zahlt für zwei Monate weniger als für ein halbes Jahr Sky-Vertrag. Die Kündigung ist bis zum letzten Tag des Abrechnungszeitraums möglich, was die Flexibilität zusätzlich erhöht.

Was alle Streaming-Optionen gemeinsam haben: Sie ersetzen das Stadionerlebnis nicht, aber sie erweitern den Zugang erheblich. In einer Saison, in der die Zuschauerzahlen im Stadion Rekordwerte erreichen und die Ticketnachfrage das Angebot bei weitem übersteigt, ist der Bildschirm für die Mehrheit der Fans die einzige realistische Möglichkeit, den DFB-Pokal live zu erleben.

Highlights und Clips: DAZN, kicker

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Nicht jeder kann oder will 90 Minuten vor dem Bildschirm verbringen. Für die schnelle Zusammenfassung nach Abpfiff gibt es im DFB-Pokal zwei relevante Anlaufstellen: DAZN und — seit dieser Saison neu — kicker.

DAZN hält die Highlight-Rechte am DFB-Pokal und stellt Zusammenfassungen aller Partien zeitnah nach Spielende bereit. Die Clips umfassen in der Regel alle Tore, strittige Szenen und die entscheidenden Momente — komprimiert auf drei bis fünf Minuten pro Spiel. Für DAZN-Abonnenten ist das ein zusätzlicher Baustein in einem ohnehin umfangreichen Fußball-Portfolio, das Champions League, Serie A und Ligue 1 umfasst. Die Highlights sind in der Regel innerhalb von 30 bis 60 Minuten nach Abpfiff verfügbar und werden in der DAZN-App prominent platziert. Wer kein DAZN-Abo hat, muss auf alternative Highlight-Quellen ausweichen.

Hier kommt kicker ins Spiel. Die meistgelesene deutsche Sportplattform hat im Rahmen des aktuellen Rechtevertrags erstmals Clip-Rechte am DFB-Pokal erworben. Das bedeutet: kicker darf Torclips und Spielszenen auf seiner Webseite und in seiner App veröffentlichen — eine Neuerung, die die Highlight-Versorgung für den Pokal spürbar verbessert. Bislang waren solche Kurzvideos auf den großen deutschen Sportportalen nur über Umwege oder mit deutlicher Verzögerung verfügbar. Die kicker-Clips sollen nach Spielende zeitnah bereitstehen und sind kostenlos zugänglich.

Die Clip-Rechte für kicker sind ein Signal dafür, wie sich der Rechte-Markt verändert. Traditionell lagen solche Rechte ausschließlich bei den großen TV-Sendern und Streaming-Plattformen. Dass nun eine digitale Sportmedienmarke direkten Zugang zu Bewegtbild-Inhalten des DFB-Pokals erhält, zeigt, dass der DFB die Verbreitungswege seiner Inhalte diversifiziert — und die Bedeutung der Reichweite auf digitalen Plattformen erkannt hat.

Ergänzend dazu bieten ARD und ZDF in ihren Mediatheken nach den Live-Übertragungen ebenfalls Zusammenfassungen an. Diese beschränken sich allerdings auf die Spiele, die der jeweilige Sender auch live gezeigt hat. Eine komplette Highlight-Abdeckung aller Partien gibt es im Free-TV-Bereich nicht — dafür braucht es DAZN oder die neuen kicker-Clips.

TV-Plan der nächsten Spiele

Das Halbfinale des DFB-Pokals 2025/26 steht am 22. und 23. April 2026 an. Beide Partien werden live auf Sky übertragen. Das erste Halbfinale, Bayer Leverkusen gegen FC Bayern München am Mittwoch, den 22. April, beginnt um 20:45 Uhr und läuft zusätzlich live im ZDF. Das zweite Halbfinale, VfB Stuttgart gegen SC Freiburg am Donnerstag, den 23. April, ebenfalls um 20:45 Uhr, wird live in der ARD gezeigt.

Damit stehen erstmals beide Halbfinals im Free-TV: Das ZDF zeigt das Duell Leverkusen gegen Bayern, die ARD das Spiel Stuttgart gegen Freiburg. Für Fans, die kein Sky-Abo haben, ist das eine gute Nachricht — kein Halbfinale verschwindet hinter einer Bezahlschranke.

Für das Finale am 23. Mai 2026 ist die TV-Situation eindeutiger: Das Endspiel wird in jedem Fall im Free-TV übertragen, parallel dazu auf Sky. Der Anstoß im Berliner Olympiastadion ist für 20:00 Uhr geplant, die Vorberichterstattung beginnt üblicherweise gegen 19:00 Uhr. Es ist das Spiel der Saison, und die Sender behandeln es entsprechend — mit ausführlichen Vorberichten, Stadionreportagen und Analysen im Anschluss. Im Vorjahr betrug die Gesamtsendezeit des Finaltags im ZDF über vier Stunden, inklusive Vorschau, Spielübertragung und Nachberichterstattung.

Wer die Halbfinals und das Finale über Streaming verfolgen möchte: Die Free-TV-Spiele laufen parallel in der ARD Mediathek beziehungsweise der ZDF Mediathek. Alle Spiele — auch die nicht frei empfangbaren — sind über Sky Go und WOW verfügbar. Highlights liefern DAZN und kicker nach Abpfiff.

Ausblick: Neue TV-Rechte ab 2026/27

Die Übertragungslandschaft des DFB-Pokals wird sich ab der Saison 2026/27 grundlegend verändern. Der DFB hat die Medienrechte für den Zeitraum 2026/27 bis 2029/30 neu vergeben, und die Ergebnisse des Tenders haben einige Überraschungen hervorgebracht. Erstmals in der Geschichte des DFB-Pokals wird RTL Live-Spiele übertragen. Und erstmals hält ein digitales Sportmedium — kicker — eigenständige Clip-Rechte, die über den aktuellen Vertrag hinaus verlängert werden.

Im Detail sieht die neue Rechteverteilung folgendermaßen aus: Sky bleibt als Pay-TV-Partner erhalten und zeigt weiterhin alle 63 Partien live. Das ist die Konstante im System. Die Veränderungen betreffen das Free-TV-Segment. ARD behält ein Paket von 7 bis 8 Live-Spielen. ZDF erhält 15 Spiele, und RTL steigt mit 3 bis 4 Live-Spielen ein. DAZN sichert sich die Highlight-Rechte, und kicker behält seine Clip-Rechte.

Der Einstieg von RTL ist die eigentliche Nachricht. Der Kölner Privatsender hatte sich in den vergangenen Jahren verstärkt im Sportrechtemarkt positioniert — mit der Formel 1 als Zugpferd und gelegentlichen Länderspiel-Übertragungen als Ergänzung. Die DFB-Pokal-Rechte markieren den nächsten Schritt: RTL hatte eines der Free-TV-Pakete erworben, das nach der ersten Tenderrunde zunächst unverkauft geblieben war. ZDF hatte in der ersten Ausschreibung keine Live-Rechte erhalten — ein bemerkenswerter Vorgang, der zeigt, wie dynamisch der Markt geworden ist. Erst in einer zweiten Phase wurde das verbliebene Paket zwischen ZDF und RTL aufgeteilt. Für RTL-Zuschauer bedeutet das konkret: Ab der Saison 2026/27 laufen ausgewählte Pokalspiele — voraussichtlich aus den früheren Runden, in denen die Außenseiter-Duelle stattfinden — auf RTL und dem Streamingdienst RTL+. Das Narrativ des kleinen Vereins gegen den großen passt zur Unterhaltungsstrategie des Senders, und RTL-Sportchefin Inga Leschek hat das erkannt: „Der DFB-Pokal begeistert Jahr für Jahr Fußballfans im ganzen Land — Klein gegen Groß, David gegen Goliath.“

Für die Zuschauer bedeutet die Neuordnung vor allem eines: mehr DFB-Pokal im frei empfangbaren Fernsehen. Statt der bisherigen Verteilung kommen ab 2026/27 drei Free-TV-Partner zum Einsatz — ARD, ZDF und RTL — was die Sichtbarkeit des Pokals im frei empfangbaren Fernsehen erhöht. Der DFB setzt damit ein Signal, den Pokal als Breitenwettbewerb medial zu stärken.

DFB-Präsident Bernd Neuendorf formulierte die Stoßrichtung deutlich: Der Pokal bilde den Fußball in Deutschland in seiner ganzen Breite ab und vereinige Amateure mit Profis. Die neuen Medienrechte sollen sicherstellen, dass diese Verbindung auch im Fernsehen sichtbar bleibt — nicht nur in den Halbfinals und im Finale, sondern von der 1. Runde an.

Die finanziellen Details des neuen Vertrags wurden nicht vollständig offengelegt. Im Kontext der nationalen TV-Rechte der DFL, die für die Bundesliga und 2. Bundesliga einen Gesamtwert von 4,484 Milliarden Euro über vier Saisons umfassen, dürfte der DFB-Pokal-Vertrag zwar deutlich kleiner ausfallen, aber dennoch substanziell zum Gesamthaushalt des Wettbewerbs beitragen. Die Medienerlöse fließen anteilig in den Prämienfonds des Pokals, der aktuell bei 75 Millionen Euro liegt. Für die teilnehmenden Vereine — insbesondere die Amateure und Drittligisten — sind diese Einnahmen existenziell: Die 211.886 Euro, die jeder Teilnehmer der 1. Runde erhält, werden zu einem erheblichen Teil aus den Medienerlösen finanziert.

Was bedeutet das für die laufende Saison 2025/26? Noch nichts. Die neuen Rechte greifen erst ab Sommer 2026. Wer das Halbfinale und das Finale der aktuellen Saison verfolgen möchte, ist weiterhin auf Sky, ARD und ZDF angewiesen. Aber wer über den Sommer hinaus plant, sollte RTL auf dem Schirm haben — im wörtlichen Sinne. TV-Zuordnungen für einzelne Spiele können sich kurzfristig ändern — die offizielle Senderzuordnung der Halbfinals wird in der Regel zwei bis drei Wochen vor dem Spieltag bekanntgegeben.