DFB-Pokal Auslosung: Lostöpfe und Regeln 2026

Seien Sie bei der DFB-Pokal Auslosung 2026 live dabei. Alle Setzregeln, exakte Termine der Ziehungen und die Verteilung der Lostöpfe auf einen Blick.

Loskugeln in einer gläsernen Lostrommel bei einer DFB-Pokal-Auslosung im Studio

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Die DFB-Pokal-Auslosung bestimmt, wer gegen wen spielt — und damit auch, wer wo spielt. Was auf den ersten Blick wie ein einfaches Losverfahren wirkt, folgt einem präzisen Regelwerk mit Lostöpfen, Setzregeln und einem Heimrecht-Mechanismus, der den kleineren Vereinen einen strukturellen Vorteil verschafft. Die Auslosung ist mehr als ein TV-Event: Sie legt die Grundlage für die Dynamik des gesamten Wettbewerbs.

Für die Fans gehört die Auslosung zu den emotional aufgeladensten Momenten des Pokal-Kalenders. Welcher Drittligist zieht Bayern München? Welcher Bundesligist muss im Nachbarstadion ran? Die Paarungen, die aus den Loskugeln entstehen, bestimmen nicht nur das Sportliche, sondern auch die Einnahmen, die Medienaufmerksamkeit und die logistischen Anforderungen an jeden einzelnen Verein. In dieser Übersicht erklären wir, wie die Auslosung im DFB-Pokal funktioniert, wann sie stattfindet und welche Geschichten sie bereits geschrieben hat.

Wie die Auslosung funktioniert

Das Grundprinzip der DFB-Pokal-Auslosung ist die Einteilung der Teilnehmer in zwei Lostöpfe. Topf eins enthält die Amateurvereine und die unterklassigen Mannschaften. Topf zwei enthält die Proficlubs — also die Teams aus der Bundesliga und der 2. Bundesliga. In der 1. Runde wird jeweils ein Verein aus Topf eins gegen einen Verein aus Topf zwei gelost. Dieses Prinzip garantiert, dass in der Auftaktrunde die klassischen David-gegen-Goliath-Begegnungen entstehen, die den Pokal so besonders machen.

Die DFB-Durchführungsbestimmungen regeln die Details des Verfahrens auf mehreren Seiten. Die Lostopf-Einteilung folgt der Ligazugehörigkeit: Vereine der Bundesliga und 2. Bundesliga bilden den Profitopf, alle anderen — Drittligisten, Regionalligisten und Landespokalsieger — den Amateurtopf. Die 3. Liga nimmt eine Sonderrolle ein: Ihre Vertreter gelten formal nicht als Proficlubs, obwohl die Liga professionell organisiert ist. Im Losverfahren werden sie daher den Amateuren zugeordnet.

Das Heimrecht ist im DFB-Pokal klar geregelt: In den frühen Runden hat der unterklassige Verein grundsätzlich Heimrecht, wenn er auf einen höherklassigen Gegner trifft. Das gilt für die 1. Runde, die 2. Runde und das Achtelfinale. Ab dem Viertelfinale entscheidet das Los über die Platzvergabe. Im Halbfinale wird ebenfalls gelost, und das Finale findet traditionell im Berliner Olympiastadion statt, also auf neutralem Boden.

Dieses System ist kein Zufall, sondern bewusst auf Chancengleichheit und Einnahmenverteilung ausgelegt. Ein Amateurverein, der zuhause gegen einen Bundesligisten spielt, kann sein Stadion regelmäßig ausverkaufen und profitiert doppelt: über die Ticketeinnahmen und die mediale Aufmerksamkeit. Würde man das Heimrecht umdrehen, ginge ein Großteil dieses finanziellen und emotionalen Mehrwerts verloren.

Ab dem Viertelfinale ändert sich die Logik der Auslosung grundlegend. Hier gibt es keine Lostopf-Trennung mehr — alle verbliebenen Mannschaften werden in einen Topf geworfen und frei zueinander gelost. Damit steigt die Wahrscheinlichkeit für Bundesliga-Duelle, die dem Wettbewerb in den späteren Runden ein anderes Gesicht geben. Auch die Platzvergabe obliegt dem Los: Wer als erstes gezogen wird, hat Heimrecht. Diese Regelung sorgt dafür, dass auch im Viertel- und Halbfinale keine Mannschaft einen systematischen Vorteil genießt.

Termine der Auslosungen 2025/26

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Die Auslosungstermine im DFB-Pokal folgen dem Rahmenterminkalender des DFB, der zu Saisonbeginn veröffentlicht wird. Jede Runde wird separat ausgelost, wobei der zeitliche Abstand zwischen Auslosung und Spieltag variiert.

Die Auslosung für die 1. Runde findet traditionell im Frühsommer statt, oft im Juni, kurz nach dem Pokalfinale der Vorsaison. Zu diesem Zeitpunkt stehen die 64 Teilnehmer fest — die Landespokalsieger der Vorjahressaison und die qualifizierten Proficlubs. Für die 2. Runde wird in der Regel unmittelbar nach Abschluss der 1. Runde gelost, oft am selben Abend oder wenige Tage danach. Dieses Muster setzt sich für das Achtelfinale, Viertelfinale und Halbfinale fort.

Die Kürze der Zeitspanne zwischen Auslosung und Spieltag hat praktische Gründe: Die Vereine benötigen ausreichend Vorlauf für die Organisation — Ticketverkauf, Sicherheitskonzept, TV-Koordination und Reiseplanung. Gleichzeitig soll die Spannung nicht durch wochenlange Wartezeiten verfliegen. Der DFB balanciert diese beiden Anforderungen, indem er die Auslosungen in der Regel innerhalb weniger Tage nach dem vorherigen Spieltag ansetzt.

Für die Saison 2025/26 wurden die Auslosungstermine im Rahmenterminkalender festgelegt und vor Saisonbeginn kommuniziert. Die genauen Daten variieren leicht von Saison zu Saison, da sie an die Bundesliga- und Europapokal-Terminierung angepasst werden müssen.

Wo läuft die Auslosung live?

Die DFB-Pokal-Auslosung ist kein Hinterzimmer-Event, sondern ein Medienereignis. Die Ziehungen werden live im Fernsehen übertragen, wobei die ARD-Sportschau die wichtigste Plattform ist. In der Regel findet die Auslosung im Rahmen der Sportschau-Sendung statt oder wird als eigenständiger Beitrag in die Abendberichterstattung eingebunden.

Neben der TV-Übertragung streamt der DFB die Auslosung auch auf seinen eigenen Kanälen — über dfb.de und die Social-Media-Plattformen des Verbands. Sky und DAZN greifen die Ergebnisse der Auslosung in ihren Sportportalen auf, ohne die Ziehung selbst live zu übertragen. Für Fans, die das Ergebnis nicht live verfolgen können, veröffentlicht der DFB die Paarungen unmittelbar nach der Ziehung auf seiner Website.

Die Auslosungsshow hat im Laufe der Jahre einen eigenen Unterhaltungswert entwickelt. Prominente Loskugel-Zieher, Studiogäste aus dem Fußball und die unvermeidlichen Reaktionen der Vereinsvertreter auf Twitter sorgen dafür, dass die Auslosung über den reinen Informationsgehalt hinausgeht. Für die Amateurvereine ist der Moment, in dem ihr Name neben Bayern München oder Borussia Dortmund auf dem Bildschirm erscheint, oft der emotionale Höhepunkt der Saison — noch bevor ein Ball gerollt ist.

Kuriose Losglück-Geschichten

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Die Geschichte des DFB-Pokals ist reich an Auslosungen, die für Kopfschütteln, Jubel oder blankes Entsetzen sorgten. Das Los kennt keine Gnade und keine Logik — und genau das macht die Ziehung zu einem Erlebnis, das sich nicht inszenieren lässt.

Legendär sind die Fälle, in denen ein Amateurverein den amtierenden Meister zugelost bekam. Für den kleinen Verein ist das der Hauptgewinn: ein ausverkauftes Stadion, TV-Kameras, nationale Aufmerksamkeit und die Chance auf den größten Abend der Vereinsgeschichte. Für den Bundesligisten ist es ein Pflichttermin mit Stolpergefahr, bei dem es nichts zu gewinnen, aber alles zu verlieren gibt.

Mindestens ebenso spannend sind die seltenen Fälle, in denen zwei benachbarte Vereine aus unterschiedlichen Ligen aufeinandergelost werden. Lokalderby im Pokal, mit Heimrecht für den Underdog — das sind Konstellationen, die eine ganze Region elektrisieren und Ticketanfragen generieren, die jedes Stadion mehrfach füllen könnten. Im DFB-Pokal sind solche Paarungen keine gezielte Dramaturgie, sondern ein Zufallsprodukt — umso größer ist die Euphorie, wenn das Los sie ermöglicht.

Auch das Gegenteil kommt vor: Ein Amateurverein, der in der 1. Runde einen Zweitligisten zugelost bekommt, empfindet das oft als Enttäuschung. Keine TV-Übertragung, kein Glamour, ein Gegner, der stark genug ist, um zu gewinnen, aber nicht prominent genug, um das Stadion zu füllen. In solchen Fällen zeigt sich, dass die Auslosung nicht nur über sportliche Paarungen entscheidet, sondern auch über die wirtschaftliche Rendite eines Pokalabends. Der Unterschied zwischen „Bayern im Kreisklasse-Stadion“ und „Zweitligist bei Drittligist“ kann für einen kleinen Verein sechsstellige Summen ausmachen.

Das macht die Auslosung zu einem Ereignis, das weit über den Sport hinausgeht. Sie ist Wirtschaftslotterie, Emotionsmaschine und Planungsgrundlage in einem. Und sie hat eine Eigenschaft, die im durchorganisierten Profifußball selten geworden ist: echte Unvorhersehbarkeit.