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64 Teams starten jedes Jahr in den DFB-Pokal — vom FC Bayern München bis zum Landespokalsieger aus der Oberliga. Die DFB-Pokal-Teilnehmer der Saison 2025/26 setzen sich aus den Mannschaften der Bundesliga, der 2. Bundesliga, der 3. Liga und den Siegern der 21 Landesverbandspokale zusammen. Dieses Mischungsverhältnis macht den Wettbewerb einzigartig: Kein anderer Pokalwettbewerb in Europa bringt so viele Spielklassen in einem einzigen Turnier zusammen.
Die Qualifikation für den DFB-Pokal folgt einem System, das auf den ersten Blick einfach wirkt, im Detail aber einige Besonderheiten bereithält. Wer teilnehmen darf, wird nicht allein durch die Ligazugehörigkeit bestimmt, sondern durch ein Zusammenspiel aus automatischen Startplätzen, Landespokalsiegern und Sonderregelungen für die 3. Liga. DFB-Vizepräsident Peter Frymuth hat die partnerschaftliche Abstimmung zwischen DFB und DFL hervorgehoben und die Einheit zwischen Profis und Amateuren als Kernmerkmal des Wettbewerbs betont. In diesem Beitrag schlüsseln wir die Qualifikationswege auf und zeigen, wie die 64 Startplätze verteilt werden.
Qualifikation: So werden die 64 Teams bestimmt
Die 64 Startplätze im DFB-Pokal verteilen sich auf mehrere Qualifikationswege. Die 18 Bundesliga-Vereine und die 18 Zweitligisten sind automatisch qualifiziert — zusammen 36 von 64 Plätzen. Sie bilden den professionellen Kern des Teilnehmerfelds und bringen die Kaderqualität, die TV-Attraktivität und die Stadionkapazitäten mit, die den Wettbewerb wirtschaftlich tragen.
Die 3. Liga stellt je nach Saison vier bis sechs Mannschaften. Die vier bestplatzierten Vereine der Vorsaison erhalten einen garantierten Startplatz. Weitere Drittligisten können sich über die Landespokale qualifizieren, wenn sie als Vertreter ihres Landesverbands den regionalen Wettbewerb gewinnen. Die genaue Zahl variiert daher von Jahr zu Jahr.
Die verbleibenden Plätze gehen an die Sieger der 21 Landesverbandspokale. Jeder der 21 Landesverbände entsendet seinen Pokalsieger in den DFB-Pokal — unabhängig von dessen Ligazugehörigkeit. Ein Verein aus der Kreisliga, der den Landespokal gewinnt, hat das gleiche Startrecht wie ein Bundesligist. In der Praxis kommen die meisten Landespokalsieger aus der Ober- oder Regionalliga, aber gelegentlich schafft es auch ein echter Amateurverein aus den untersten Spielklassen in den DFB-Pokal.
Die DFB-Durchführungsbestimmungen regeln die Qualifikation im Detail. Der DFB-Pokalsieger der Vorsaison ist automatisch qualifiziert, ebenso der amtierende Meister. In der Praxis sind beide ohnehin über ihre Ligazugehörigkeit startberechtigt, aber die formale Regelung stellt sicher, dass kein Verein durch organisatorische Lücken aus dem Wettbewerb fällt.
Die Drittligisten 2025/26
In der Saison 2025/26 nehmen neun Drittligisten am DFB-Pokal teil. Das sind weniger als in der Vorsaison, als mit zwölf Drittligisten ein neuer Rekord aufgestellt wurde. Von den neun Vertretern haben vier einen garantierten Startplatz über die Abschlusstabelle der 3. Liga; die übrigen fünf haben sich über ihre Landesverbandspokale qualifiziert.
Die 3. Liga hat sich in den vergangenen Jahren zu einer Spielklasse entwickelt, deren sportliches Niveau den Pokal bereichert. Drittligisten sind im Pokal keine leichte Beute mehr — sie verfügen über professionelle Strukturen, erfahrene Trainer und Spieler, die häufig Zweitliga- oder Bundesliga-Erfahrung mitbringen. Im Pokal schlagen sie regelmäßig Zweitligisten und sorgen in den frühen Runden für Überraschungen gegen Erstligisten.
Der Rückgang von zwölf auf neun Drittligisten hat weniger mit der sportlichen Qualität zu tun als mit den Ergebnissen der Landesverbandspokale. In manchen Jahren qualifizieren sich mehr Drittligisten über die regionale Schiene, in anderen weniger. Der DFB hat keinen festen Kontingentmechanismus für die 3. Liga im Pokal — die Zahl ergibt sich organisch aus dem Zusammenspiel von Liga-Startplätzen und Landespokalresultaten.
Amateurvereine: Von der Kreisliga in den Pokal
Der Weg eines Amateurvereins in den DFB-Pokal beginnt in der niedrigsten Spielklasse seines Landesverbands. In den meisten Bundesländern müssen Vereine ab der Kreisliga mehrere Runden des Landesverbandspokals überstehen, bevor sie im Finale ihres Verbands stehen. Der Sieger dieses Finales qualifiziert sich dann für den DFB-Pokal — ein Weg, der sich über eine komplette Saison erstrecken kann.
Für die Vereine, die diesen Weg schaffen, ist die Qualifikation bereits ein Erfolg. Die DFB-Pokal-Prämie von 211.886 Euro für die Teilnahme an der 1. Runde übersteigt das Jahresbudget vieler Landespokalsieger. Hinzu kommen die Ticketeinnahmen aus einem möglichen Heimspiel gegen einen Bundesligisten, die mediale Aufmerksamkeit und der Stolz, den eigenen Verein auf der größten Bühne des deutschen Vereinsfußballs zu sehen.
Die Landespokalsieger bringen eine besondere Qualität in den DFB-Pokal ein: Sie sind im Wettkampfmodus, haben eine komplette Pokalsaison auf Landesebene hinter sich und wissen, wie man K.-o.-Spiele gewinnt. Was ihnen an Kadertiefe fehlt, machen sie durch Spielpraxis, Teamchemie und die Motivation wett, den größten Tag in der Vereinsgeschichte zu erleben. Es sind genau diese Mannschaften, die den DFB-Pokal zu dem machen, was er ist: ein Wettbewerb, in dem die Herkunft weniger zählt als die Bereitschaft, alles zu geben.
Der Weg vom Landespokal in den DFB-Pokal hat auch eine kulturelle Dimension. In vielen Regionen ist der Landespokal ein eigener Wettbewerb mit lokaler Tradition und eigener Anhängerschaft. Der Sieger repräsentiert nicht nur seinen Verein, sondern seinen gesamten Landesverband. Diese Verbindung zwischen regionalem und nationalem Wettbewerb ist einzigartig im deutschen Fußball und unterstreicht den Anspruch des DFB-Pokals, ein gesamtdeutsches Fußballfest zu sein — vom Schwarzwald bis zur Ostsee, von der Eifel bis zur Lausitz.
Historisch: Wie sich das Teilnehmerfeld verändert hat
Das Teilnehmerfeld des DFB-Pokals hat sich seit der Wiedereinführung des Wettbewerbs 1953 mehrfach verändert. In den Anfangsjahren starteten deutlich weniger als 64 Mannschaften, und die Qualifikationsregeln waren weniger formalisiert als heute. Die Festlegung auf 64 Teilnehmer erfolgte schrittweise und ist seit den 1990er Jahren Standard.
Die wichtigste strukturelle Veränderung war die Einführung der Landesverbandspokale als Qualifikationsweg für Amateurvereine. Dieser Mechanismus stellt sicher, dass der DFB-Pokal nicht nur ein Wettbewerb der oberen Ligen ist, sondern den Breitenfußball einbezieht. Die Zahl der qualifizierten Landespokalsieger richtet sich nach der Zahl der Landesverbände — derzeit 21 — und ist damit fest verankert.
Die Rolle der 3. Liga als eigene Profispielklasse hat ebenfalls Spuren hinterlassen. Seit ihrer Gründung 2008 stellt die 3. Liga einen relevanten Anteil der DFB-Pokal-Teilnehmer und hat die Lücke zwischen Amateuren und Profis weiter geschlossen. Der Rekord von zwölf Drittligisten in der Saison 2024/25 zeigt, dass die Liga mittlerweile genug Qualität produziert, um im Pokal eine signifikante Rolle zu spielen — als Brücke zwischen dem Breitenfußball der Landesverbände und der Profi-Welt der Bundesliga.
Im europäischen Vergleich ist das Teilnehmerfeld des DFB-Pokals eines der durchlässigsten. Während in England der FA Cup zwar ebenfalls Amateurvereine zulässt, aber deutlich mehr Qualifikationsrunden vorschaltet, steigen die deutschen Landespokalsieger direkt in die 1. Runde ein — auf Augenhöhe mit den Bundesligisten, zumindest im Spielplan. Diese Direktzugang-Philosophie ist ein bewusster Ansatz des DFB, um den Wettbewerb so breit und inklusiv wie möglich zu halten. Sie sorgt dafür, dass der DFB-Pokal jedes Jahr aufs Neue das ist, was ihn ausmacht: ein Turnier für alle.