DFB-Pokal Zuschauerzahlen

Besucherzahlen im DFB-Pokal 2024/25: Rekorde in der 1. Runde, Durchschnittswerte und ausverkaufte Stadien.

Vollbesetztes Fußballstadion mit begeisterten Fans bei einem DFB-Pokal-Spiel unter Flutlicht

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Die DFB-Pokal-Zuschauerzahlen der Saison 2024/25 haben neue Maßstäbe gesetzt. Von der 1. Runde bis zum Finale strömten Hunderttausende Fans in die Stadien — mit Rekorden in den frühen Runden und einer nahezu durchgehend hohen Auslastung in den späteren Phasen. Die Besucherzahlen des Pokals sind längst kein Nebenprodukt mehr, sondern ein eigenständiger Indikator für die Relevanz des Wettbewerbs im deutschen Fußball.

In einer Saison, in der die Bundesliga mit vereinzelten Auslastungsproblemen zu kämpfen hatte, bewies der DFB-Pokal das Gegenteil: Ein K.-o.-Format mit einmaligen Paarungen generiert eine Nachfrage, die das reguläre Ligaprogramm in vielen Fällen übertrifft. Dieser Beitrag dokumentiert die Zuschauerzahlen nach Runden, analysiert die Stadion-Atmosphäre und ordnet die Zahlen in den Vergleich mit der Bundesliga ein.

Zuschauerzahlen nach Runde

Die 1. Runde der Saison 2024/25 stellte mit 472.406 Zuschauern bei 32 Spielen einen neuen Allzeitrekord für die Auftaktrunde auf. Der Durchschnitt lag bei knapp 14.800 pro Partie — ein Wert, der angesichts der vielen kleinen Stadien bemerkenswert ist. Die Amateurvereine verkauften ihre Arenen regelmäßig aus, und auch die Erstrundenspiele zwischen Proficlubs zogen überdurchschnittlich viele Besucher an.

Die 2. Runde übertraf die 1. Runde in der absoluten Zuschauerzahl: 523.103 Fans besuchten die 16 Partien, was einen Schnitt von 32.694 pro Spiel ergibt. Der Sprung im Durchschnitt erklärt sich durch den Wegfall der kleinsten Stadien und die attraktiveren Paarungen, die in der 2. Runde häufiger Bundesliga-Duelle oder zumindest Proficlub-gegen-Proficlub-Begegnungen hervorbringen.

Im Achtelfinale stieg der Durchschnitt weiter auf 35.755 Zuschauer pro Spiel, wobei fünf der acht Stadien ausverkauft waren. Die verbleibenden drei Stadien hatten eine Auslastung von über 80 Prozent. Das Achtelfinale ist die Runde, in der der Pokal endgültig in den Profi-Bereich übergeht — und die Zuschauerzahlen spiegeln diesen Qualitätssprung wider.

Im Viertelfinale, Halbfinale und Finale stiegen die Einzelbesucherzahlen weiter an, auch wenn die Gesamtzahl der Zuschauer naturgemäß sinkt, weil weniger Spiele stattfinden. Das Finale im Berliner Olympiastadion war mit rund 76.000 Zuschauern — dank Zusatztribünen — restlos ausverkauft. Über die gesamte Saison hinweg ergibt sich ein Bild, das den DFB-Pokal als einen der besucherstärksten nationalen Pokalwettbewerbe Europas ausweist.

Ausverkaufte Stadien: Wo war Stimmung?

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Ausverkaufte Stadien sind im DFB-Pokal keine Ausnahme, sondern die Regel — besonders in den frühen Runden, wenn Amateurvereine Bundesligisten empfangen. Ein Oberliga-Stadion mit 5.000 Plätzen, das normalerweise vor 800 Zuschauern spielt, ist am Pokalabend binnen Stunden ausverkauft. Die Nachfrage übersteigt das Angebot regelmäßig um ein Vielfaches.

Die Atmosphäre in diesen kleinen Arenen ist ein wesentlicher Teil des Pokal-Erlebnisses. Die Nähe zum Spielfeld, die improvisierte Infrastruktur, die Bratwurstbuden neben der Tribüne — all das erzeugt eine Stimmung, die sich von der durchorganisierten Bundesliga-Erfahrung fundamental unterscheidet. Für die Fans der Gastvereine ist der Besuch eines Amateurstadions oft ein ebenso prägendes Erlebnis wie für die Heimfans der Besuch eines Bundesligisten.

In der Saison 2024/25 waren es nicht nur die kleinen Stadien, die für Ausverkauf-Meldungen sorgten. Auch in den größeren Arenen der 2. Bundesliga und der 3. Liga war die Nachfrage nach Pokalspielen hoch. Vereine, die im Ligaalltag 60 bis 70 Prozent ihrer Kapazität füllen, erreichten am Pokalabend regelmäßig über 90 Prozent. Der Pokal hat eine eigene Anziehungskraft, die sich nicht allein durch die sportliche Paarung erklären lässt — es ist der Eventcharakter des Formats selbst, der die Zuschauer anzieht, kombiniert mit der Gewissheit, dass jedes Spiel das letzte für eine der beiden Mannschaften sein könnte.

Vergleich mit der Bundesliga

Die Bundesliga ist weltweit die Fußball-Liga mit dem höchsten Zuschauerschnitt. In der Saison 2024/25 lag der Durchschnitt bei über 42.000 Zuschauern pro Spiel — ein Wert, den der DFB-Pokal in den frühen Runden naturgemäß nicht erreichen kann, weil viele Spiele in kleineren Stadien stattfinden.

Der Vergleich wird erst ab dem Achtelfinale relevant, wenn das Teilnehmerfeld überwiegend aus Proficlubs besteht. Mit einem Schnitt von 35.755 im Achtelfinale nähert sich der Pokal dem unteren Bereich der Bundesliga-Werte an. Im Viertel- und Halbfinale übersteigen die Pokalbesucherzahlen regelmäßig die Besucherzahlen regulärer Ligaspiele der gleichen Vereine — ein Indikator dafür, dass Fans Pokalspiele als besondere Ereignisse wahrnehmen.

Entscheidend ist aber nicht der absolute Vergleich, sondern die relative Auslastung. Während die Bundesliga bei vielen Vereinen mit chronisch leeren Ecken in den Stadien kämpft, erreicht der Pokal eine Auslastung, die oft über dem Liga-Wert desselben Vereins liegt. Das zeigt: Es ist nicht die Größe des Stadions, die den Unterschied macht, sondern die Bereitschaft der Fans, für ein einmaliges K.-o.-Spiel den Weg ins Stadion zu finden.

Ein weiterer Unterschied betrifft die Zusammensetzung des Publikums. Pokalspiele ziehen ein breiteres Spektrum an Zuschauern an als Ligaspiele — Familien, Gelegenheitsfans, Besucher, die den besonderen Anlass nutzen, um erstmals ein Stadion von innen zu sehen. In den frühen Runden, wenn Amateurvereine Bundesligisten empfangen, ist der Anteil an Erstbesuchern besonders hoch. Dieses Potenzial, neue Zuschauer für den Fußball zu gewinnen, macht den Pokal aus Sicht des DFB zu einem strategischen Asset, das über die reinen Besucherzahlen hinaus wirkt.

Finalkontingent: 76.000 im Olympiastadion

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Das DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion spielt in einer eigenen Kategorie. Die reguläre Kapazität von 74.244 wird für das Endspiel durch Zusatztribünen des Anbieters NÜSSLI auf bis zu 76.000 Plätze erweitert. Diese temporären Konstruktionen zwischen Marathontor und Glockenturm sind inzwischen Standard und ermöglichen es, mehr Karten an die Fans der Finalisten auszugeben.

Der Ansturm auf die Finalkarten war in der Saison 2024/25 beispiellos. 1,66 Millionen reale Ticketanfragen gingen beim DFB ein, begleitet von 160 Millionen Bot-Attacken auf den Ticketshop. Die Diskrepanz zwischen 76.000 verfügbaren Plätzen und 1,66 Millionen Anfragen macht deutlich, wie groß die Nachfrage ist — und warum der DFB die Ticketinfrastruktur für künftige Finals überarbeitet.

Die 76.000 Zuschauer im Finale sind der Höhepunkt einer Saison, die in kleinen Amateurstadien begann und im größten Stadion Deutschlands endet. Dieser Bogen — von 3.000 in der 1. Runde bis 76.000 im Finale — ist Teil der Erzählung, die den DFB-Pokal von jedem anderen Wettbewerb unterscheidet. Er zeigt, dass Fußball in Deutschland nicht nur in den Bundesliga-Arenen stattfindet, sondern auf jeder Ebene ein Publikum hat, das bereit ist, für den richtigen Anlass ins Stadion zu kommen.

Die Erweiterung des Eingangsbereichs Süd, die der DFB im Rahmen der Vertragsverlängerung bis 2030 vereinbart hat, soll die Zugangsströme am Finaltag verbessern. Die Wartezeiten beim Einlass waren beim Finale 2025 ein kritischer Punkt, den Fans und Medien gleichermaßen bemängelt hatten. Mit den geplanten Infrastrukturmaßnahmen will der DFB sicherstellen, dass die Anreise und der Einlass dem Erlebnis auf den Rängen und dem Rasen in nichts nachstehen.