DFB-Pokal Rekordsieger: Alle Titelträger in der Übersicht

Detaillierte Liste der DFB-Pokal Rekordsieger. Von Bayern München bis zum BVB – überprüfen Sie alle historischen Titelträger und finalen Statistiken.

Der goldene DFB-Pokal auf einem Podest mit eingraviertem Vereinswappen, beleuchtet im Stadion

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Die DFB-Pokal-Rekordsieger erzählen die Geschichte des deutschen Vereinsfußballs in komprimierter Form. An der Spitze steht der FC Bayern München mit 20 Titeln und 24 Finalteilnahmen — eine Dominanz, die in keinem anderen nationalen Pokalwettbewerb Europas ihresgleichen findet. Dahinter folgen Werder Bremen mit sechs Titeln, Borussia Dortmund mit fünf und der VfB Stuttgart, der sich mit seinem Triumph 2025 auf vier Pokaltitel verbesserte.

Die Siegerliste des DFB-Pokals reicht zurück bis 1935, als der Wettbewerb noch unter dem Namen Tschammer-Pokal ausgetragen wurde. Seitdem haben sich die Machtverhältnisse mehrfach verschoben — von den Nachkriegsdominanten über die Bayern-Ära der 1960er und 1970er Jahre bis zur Gegenwart, in der der Pokal regelmäßig für Überraschungen sorgt. In diesem Beitrag dokumentieren wir die vollständige Siegerliste und analysieren die Dynastien, die den Wettbewerb geprägt haben.

Die vollständige Siegerliste

Der DFB-Pokal wurde seit seiner Einführung 1935 mit Unterbrechungen durch den Zweiten Weltkrieg und eine Neuordnung des deutschen Fußballs ausgetragen. Ab 1953 fand der Wettbewerb in seiner heutigen Form statt — als offener K.-o.-Wettbewerb mit Beteiligung aller Ligen. Die Siegerliste umfasst seitdem über 70 Finalentscheidungen und zeigt eine bemerkenswerte Konzentration an der Spitze.

Bayern München führt die Rangliste mit 20 Titeln an. Der Rekordmeister hat den Pokal in nahezu jedem Jahrzehnt gewonnen und war insgesamt 24-mal im Finale vertreten. Werder Bremen folgt mit sechs Titeln — eine Bilanz, die vor allem auf die erfolgreichen Jahre unter Otto Rehhagel und Thomas Schaaf zurückgeht. Borussia Dortmund hat den Pokal fünfmal geholt, Eintracht Frankfurt und der FC Schalke 04 bringen es auf jeweils fünf Titel. Der VfB Stuttgart rückte mit dem Sieg 2025 auf vier Pokaltitel vor.

Auffällig ist die Breite der Siegerliste. Im Gegensatz zur Meisterschaft, die seit den 1970er Jahren von Bayern München geprägt wird, hat der Pokal immer wieder neue Sieger hervorgebracht. Vereine wie der 1. FC Nürnberg, der Karlsruher SC oder Hannover 96 stehen als Pokalsieger in den Geschichtsbüchern — Klubs, die in der Liga heute keine Titelrolle mehr spielen, aber im Pokal ihren historischen Moment hatten.

Die Finalgegner liefern zusätzlichen Kontext. In den vergangenen zwei Jahrzehnten standen regelmäßig Außenseiter im Endspiel — von Zweitligisten bis hin zu Arminia Bielefeld als Drittligist 2025. Der Pokal hat damit eine demokratischere Siegerliste als jeder andere deutsche Wettbewerb. Er belohnt nicht nur den finanzstärksten Kader, sondern auch den Verein, der an den richtigen Tagen die richtige Mischung aus Taktik, Mentalität und Glück auf den Platz bringt.

Ein Blick auf die Verteilung der Titel nach Regionen zeigt zudem, dass der DFB-Pokal kein rein bayerisches oder norddeutsches Phänomen ist. Neben München haben Vereine aus Bremen, Dortmund, Frankfurt, Stuttgart, Nürnberg und Köln den Pokal gewonnen. Der Wettbewerb ist geographisch breiter aufgestellt als die Meisterschaft — ein weiterer Faktor, der seine Identität als gesamtdeutsches Fußballereignis unterstreicht.

Bayern München: 20 Titel und 24 Finals

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Bayerns Dominanz im DFB-Pokal ist beispiellos. 20 Titel bei 24 Finalteilnahmen bedeuten eine Erfolgsquote von über 83 Prozent in Endspielen — ein Wert, der unterstreicht, dass der Rekordmeister nicht nur häufig ins Finale einzieht, sondern dort auch meistens gewinnt. Die vier verlorenen Finals sind Ausnahmen in einer ansonsten lückenlosen Erfolgsbilanz.

Die Bayern-Ära im Pokal lässt sich in mehrere Phasen unterteilen. Die erste Hochphase begann in den 1960er Jahren, als der Verein den Grundstein für seine Pokal-Tradition legte. Die zweite Phase umfasst die 1980er und 1990er Jahre, in denen Bayern den Pokal regelmäßig als zweiten Titel neben der Meisterschaft einsammelte. Die dritte Phase, ab den 2000er Jahren unter Trainern wie Ottmar Hitzfeld, Jupp Heynckes und Pep Guardiola, brachte weitere Titel und festigte Bayerns Status als Pokal-Rekordsieger.

Was Bayerns Pokal-Bilanz besonders bemerkenswert macht, ist die Konstanz. Es gibt kaum ein Jahrzehnt, in dem der Verein den Pokal nicht mindestens zweimal gewonnen hat. Während andere Großklubs im Pokal phasenweise enttäuschten, blieb Bayern über Trainerwechsel, Generationenwechsel und taktische Umbrüche hinweg die dominierende Kraft. Der Pokal ist für Bayern kein Trostpreis, sondern ein fester Bestandteil der Saisonplanung — und das seit über 60 Jahren.

Die Verfolger: Bremen, BVB, Frankfurt

Hinter Bayern hat sich eine Gruppe von Vereinen etabliert, die den Pokal zwar nicht mit der gleichen Regelmäßigkeit, aber mit bemerkenswerter Häufigkeit gewonnen haben. Werder Bremen, mit sechs Titeln die Nummer zwei der ewigen Rangliste, holte den Pokal vor allem in den 1990er und 2000er Jahren — Zeiten, in denen der Verein auch in der Liga zu den stärksten Mannschaften Deutschlands gehörte.

Borussia Dortmund mit fünf Titeln hat eine Pokaltradition, die weniger auf Kontinuität als auf einzelne Höhepunkte setzt. Die BVB-Pokaltitel verteilen sich über mehrere Jahrzehnte, ohne dass sich eine echte Dynastie herausgebildet hätte. Für Dortmund ist der Pokal eher ein Bonus als ein geplantes Saisonziel — was die Titel nicht weniger wertvoll macht, aber den Unterschied zu Bayerns systematischer Pokal-Strategie verdeutlicht.

Eintracht Frankfurt folgt mit fünf Titeln und hat seine jüngsten Pokalerfolge in lebhafter Erinnerung. Schalke 04 mit vier Pokaltiteln wartet hingegen seit Jahrzehnten auf den nächsten Triumph. Die Verteilung zeigt ein Muster: Pokalerfolge korrelieren mit Phasen sportlicher Stärke, aber nicht zwangsläufig. Vereine, die in der Liga mittelmäßig abschneiden, können im Pokal durch eine gute Auslosung und die richtige Tagesform weit kommen — ein Phänomen, das die Siegerliste breiter macht als jede Ligatabelle.

Bemerkenswert ist, dass zwischen dem zweiten Platz und dem zehnten nur wenige Titel liegen. Die Gruppe der Verfolger ist dicht gedrängt, und ein einzelner Pokalerfolg kann die Rangfolge verändern. Es gibt keinen zweiten Bayern, der den Pokal mit ähnlicher Regelmäßigkeit gewinnt — stattdessen einen offenen Wettbewerb um die Plätze zwei bis zehn, der in jeder Saison neu ausgetragen wird.

Stuttgart: Vom Pokalmuffel zum Titelverteidiger

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Der VfB Stuttgart hat im Mai 2025 seinen vierten DFB-Pokaltitel gewonnen — und damit eine bemerkenswerte Entwicklung abgeschlossen. Stuttgarts Pokalhistorie war über Jahrzehnte hinweg von verpassten Chancen und frühen Ausscheidungen geprägt. Der Verein, der in der Bundesliga regelmäßig eine Rolle spielte, tat sich im Pokal lange schwer mit der K.-o.-Mentalität, die der Wettbewerb verlangt.

Der Triumph 2025 gegen Arminia Bielefeld im Berliner Olympiastadion mit 4:2 war mehr als ein einzelner Pokalsieg. Er war das Ergebnis eines mehrjährigen Aufbauprozesses, in dem der VfB sein taktisches Profil so justierte, dass die Mannschaft auch unter dem Druck eines Endspiels funktioniert. Stuttgart geht als Titelverteidiger in die Saison 2025/26 und hat mit dem Einzug ins Halbfinale bereits gezeigt, dass die Pokal-DNA des Vorjahres nachwirkt.

Mit vier Titeln reiht sich Stuttgart in eine Gruppe von Vereinen ein, die den Pokal oft genug gewonnen haben, um als echte Pokalmacht zu gelten, aber nicht oft genug, um Bayerns Dominanz ernsthaft herauszufordern. Es ist die Rolle des respektierten Verfolgers — und angesichts der aktuellen Form eine, die in den kommenden Jahren noch ausgebaut werden könnte.