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Die Pokal Ergebnisse der Saison 2025/26 erzählen eine Geschichte, die weit über nackte Zahlen hinausgeht. Der DFB-Pokal, der wichtigste K.-o.-Wettbewerb im deutschen Vereinsfußball, hat auch in diesem Jahr bewiesen, warum er Millionen von Zuschauern vor die Bildschirme zieht und Zehntausende in die Stadien lockt — von der 1. Runde im August bis zum Halbfinale im Frühjahr 2026. Was als Pflichtaufgabe für die Bundesligisten beginnt, entwickelt sich Runde für Runde zum emotionalen Höhepunkt der Saison.
Vier Mannschaften stehen noch im Wettbewerb: Bayer Leverkusen, der FC Bayern München, der VfB Stuttgart als Titelverteidiger und der SC Freiburg als vielleicht größte Überraschung des Turniers. Zwei Halbfinals, zwei komplett unterschiedliche Duelle — und am Ende wartet das Olympiastadion in Berlin am 23. Mai 2026. Ein Endspiel, das seit 1985 ununterbrochen in der Hauptstadt stattfindet und dessen Vertrag erst im Februar dieses Jahres bis 2030 verlängert wurde.
Diese Seite liefert sämtliche DFB-Pokal Ergebnisse 2025/26 im Überblick: von den Resultaten jeder einzelnen Runde über den vollständigen Spielplan und die Terminplanung bis hin zur taktischen Vorschau auf das Halbfinale. Dazu der Modus erklärt, die Historie des Wettbewerbs mit ihren Rekorden und Kuriositäten, aktuelle Prämienstrukturen und alles Wissenswerte rund um das Berliner Finale. Keine Ergebnis-Ticker-Wüste, sondern Kontext, Analyse und Einordnung — das unterscheidet einen fundierten Überblick von einer reinen Datentabelle.
Der DFB-Pokal ist mehr als ein Nebenprodukt des Ligaalltags. Er ist der Wettbewerb, in dem ein Drittligist im Finale trifft, in dem Erstligisten in der 1. Runde scheitern und in dem eine Trainerin erstmals an der Seitenlinie steht. Er ist das Format, in dem 75 Millionen Euro an Prämien verteilt werden und in dem 1,66 Millionen Menschen gleichzeitig versuchen, Tickets für ein einziges Spiel zu ergattern. Die Saison 2025/26 ist noch nicht vorbei — aber sie hat bereits genug Material für ein ganzes Jahrbuch geliefert.
Pokalsaison 2025/26 auf einen Blick: Zahlen, Termine, Fakten
- Vier Halbfinalisten stehen fest: Leverkusen gegen Bayern und Stuttgart gegen Freiburg — Finale am 23. Mai 2026 im Olympiastadion Berlin.
- Der Gesamtprämientopf beträgt 75 Millionen Euro; der Pokalsieger kassiert kumuliert 10.888.465 Euro über alle Runden.
- Sky überträgt alle 63 Spiele live, ARD und ZDF zeigen ausgewählte Partien im Free-TV; ab 2026/27 steigt RTL als neuer Partner ein.
- Stuttgart verteidigt als amtierender Pokalsieger den Titel, nachdem der VfB im Mai 2025 Drittligist Bielefeld 4:2 schlug.
- Vertrag für das Berliner Pokalfinale bis 2030 verlängert — inklusive Infrastruktur-Upgrade an den Eingängen Süd und Ost des Olympiastadions.
Alle Ergebnisse der laufenden Saison
1. Runde: Pokalsommer mit Rekordzahlen
Der DFB-Pokal 2025/26 begann am 16. und 17. August 2025 mit 32 Partien der 1. Runde — und setzte damit gleich zum Auftakt ein Zeichen. Die Kulisse war beeindruckend: Bereits im Vorjahr hatte die 1. Runde mit 472.406 Zuschauern auf 32 Spielen einen historischen Besucherrekord aufgestellt, und die Saison 2025/26 knüpfte nahtlos daran an. Der Pokalsommer ist längst kein Nebenschauplatz mehr — er ist die Ouvertüre der Saison.

Wie in jedem Jahr seit 2003 erwischte es auch diesmal wieder mindestens zwei Bundesligisten bereits in der Auftaktrunde. Diese Statistik, die der ZDF heute dokumentiert hat, ist kein Zufall — sie ist das Wesen des Pokals. Die 1. Runde konfrontiert Erstligisten mit Gegnern aus der Regionalliga oder den Landesverbänden, oft auf engen Plätzen, vor aufgeheizter Kulisse, und das Ergebnis ist nicht selten eine Blamage auf höchstem Niveau.
Die Ergebnisse im Detail: Während die großen Favoriten — Bayern München, Bayer Leverkusen, der VfB Stuttgart — ihre Aufgaben lösten, gab es an den Rändern die typischen Pokal-Dramen. Amateurklubs, die bis zur 80. Minute führten, Verlängerungen unter Flutlicht, Elfmeterschießen nach torloser regulärer Spielzeit. Jedes dieser Resultate produziert eine eigene kleine Geschichte, und genau das macht den DFB-Pokal zu dem, was er ist: unberechenbar.
2. Runde: Die Spreu trennt sich
Die 2. Runde, ausgetragen Ende Oktober 2025, reduzierte das Feld von 32 auf 16. Hier begannen sich die Konturen des Turniers abzuzeichnen. Die Besucherzahlen blieben auf hohem Niveau — in der Vorsaison hatten 523.103 Zuschauer die 2. Runde verfolgt, verteilt auf 16 Partien, ein Schnitt von über 32.000 pro Spiel. Für einen Wettbewerb, der oft als „Nebenprogramm“ abgetan wird, sind das Zahlen, die mancher Bundesliga-Spieltag nicht erreicht.
Taktisch wird der Pokal ab der 2. Runde interessanter. Die verbliebenen Amateurklubs treffen nun häufiger auf Gegner, die personell und taktisch eine Klasse darüber stehen. Doch der K.-o.-Modus egalisiert vieles: Ein einziger schlechter Tag reicht, um auszuscheiden. Das wissen die Favoriten, und genau deshalb rotieren sie weniger als in der 1. Runde. Die Ergebnisse der 2. Runde zeigten: Die Topklubs nahmen den Wettbewerb ernst.
Drei der 16 Partien gingen in die Verlängerung, eine endete im Elfmeterschießen. Der Pokal hat seine eigene Arithmetik: In der Liga wäre ein Remis ein akzeptables Ergebnis, im Pokal ist es nur die Einleitung des Dramas, das danach kommt. Die 2. Runde reduzierte das Feld auf 16 — und unter den Überlebenden befanden sich bereits die vier Mannschaften, die im Frühjahr 2026 um den Einzug ins Finale spielen würden.
Achtelfinale: Fünf ausverkaufte Stadien
Das Achtelfinale im Dezember 2025 brachte die erste große Standortbestimmung. Acht Partien, acht Geschichten — und eine bemerkenswerte Kulisse. In der Saison 2024/25 waren fünf der acht Achtelfinal-Stadien ausverkauft gewesen, mit einem Schnitt von 35.755 Zuschauern pro Spiel. Die Saison 2025/26 bestätigte diesen Trend.
Ab dem Achtelfinale greift der VAR — der Videobeweis, der in den früheren Runden bewusst nicht eingesetzt wird. Das verändert die Dynamik: Schiedsrichterentscheidungen werden überprüfbar, strittige Tore korrigiert, Elfmeter nach Videobeweis vergeben oder zurückgenommen. Für die kleineren Klubs, die es bis hierher geschafft haben, bedeutet das eine zusätzliche Dimension — und oft genug den entscheidenden Unterschied.
Die Achtelfinal-Ergebnisse 2025/26 produzierten keine sensationelle Außenseitergeschichte, dafür aber enge Spiele, die erst in der Verlängerung entschieden wurden. Die vier späteren Halbfinalisten — Leverkusen, Bayern, Stuttgart, Freiburg — setzten sich allesamt durch, wobei der Weg des SC Freiburg bereits hier die meiste Aufmerksamkeit auf sich zog.
Viertelfinale: Der Weg nach Berlin nimmt Gestalt an
Im Februar 2026 trafen die letzten acht aufeinander — das Viertelfinale, die Runde, in der aus Ambitionen konkrete Chancen werden. Vier Spiele, vier Gewinner, und ab hier wird jede Niederlage zur verpassten Saison-Chance. Die Ergebnisse des Viertelfinales 2025/26 brachten die erwarteten Halbfinalisten hervor: Bayer Leverkusen, FC Bayern München, VfB Stuttgart und SC Freiburg.
Das Viertelfinale ist traditionell die Runde, in der der Pokal seine wirtschaftliche Dimension voll entfaltet. Die Halbfinal-Prämie von 3,39 Millionen Euro pro Verein steht als Belohnung bereit, und die TV-Aufmerksamkeit steigt sprunghaft: Jedes Viertelfinalspiel wird live übertragen, die Medienpräsenz verdoppelt sich gegenüber den früheren Runden. Für die Vereine, die es bis hierher geschafft haben, ist das Viertelfinale der Moment, in dem der Pokal aufhört, ein Nebenher zu sein — und zum erklärten Saisonziel wird.
Der VfB Stuttgart, Titelverteidiger nach dem 4:2-Triumph über Arminia Bielefeld im Vorjahr, bewies auch im Viertelfinale, dass die Pokal-DNA des Vereins intakt ist. Der SC Freiburg hingegen schrieb bereits hier Geschichte — als Klub, der im laufenden Saisonverlauf nie zum engeren Favoritenkreis gezählt wurde und sich dennoch in die Runde der letzten Vier kämpfte.
Die Pokalsaison 2025/26 bestätigt einen Trend: Die Zuschauerzahlen steigen rundenübergreifend, die Dichte der Spiele nimmt zu, und der DFB-Pokal wird für alle Beteiligten wirtschaftlich wie sportlich immer relevanter.
Spielplan und Termine bis zum Finale
Wer die Ergebnisse verfolgt, will auch wissen, wann es weitergeht. Der Spielplan des DFB-Pokals 2025/26 folgt einer festen Taktung, die der DFB im Rahmenterminkalender für die gesamte Saison festlegt. Sechs Runden, verteilt über zehn Monate — vom Hochsommer bis zum späten Frühjahr. Was auf dem Papier übersichtlich aussieht, ist in der Praxis ein logistisches Geflecht aus Bundesliga-Spieltagen, UEFA-Wettbewerben und Länderspielperioden.
| Runde | Termin | Spiele |
|---|---|---|
| 1. Runde | 16./17. August 2025 | 32 |
| 2. Runde | 28./29. Oktober 2025 | 16 |
| Achtelfinale | 3./4. Dezember 2025 | 8 |
| Viertelfinale | 4./5. Februar 2026 | 4 |
| Halbfinale | 22./23. April 2026 | 2 |
| Finale | 23. Mai 2026 | 1 |
Die Terminierung des DFB-Pokals ist kein Selbstläufer. Der DFB stimmt jeden Spieltag mit der DFL ab, die den Bundesliga- und Zweitliga-Kalender verantwortet. Hinzu kommen die UEFA-Termine für Champions League, Europa League und Conference League. Die Konsequenz: Pokal-Spieltage fallen fast immer auf Dienstag und Mittwoch — unter der Woche, wenn die Wochenenden für die Liga reserviert sind. Für Fans bedeutet das: Pokalabende sind Wochentags-Events, die eine andere Atmosphäre erzeugen als der Samstagnachmittag in der Liga.
Das Halbfinale am 22. und 23. April 2026 markiert den vorletzten Akt. Zwei Spiele, zwei Abende, zwei Stadien — und danach stehen die Finalteilnehmer fest. Die Anstoßzeiten werden üblicherweise vier bis sechs Wochen vor dem Spieltermin vom DFB in Abstimmung mit den TV-Partnern festgelegt. Für das Halbfinale 2026 bedeutet das: Sky überträgt beide Partien live, eine davon zeigen ARD oder ZDF im Free-TV.
Der Weg zum Finale führt durch sechs Runden, und jede hat ihre eigene Dynamik. Die 1. Runde gehört den Amateuren — kleine Stadien, große Emotionen, Pokalsommer-Atmosphäre. Ab der 2. Runde wird der Wettbewerb professioneller, die Stadien größer, die Einsätze höher. Das Achtelfinale ist die erste Runde mit VAR-Unterstützung, das Viertelfinale die letzte Gelegenheit für Außenseiter, und das Halbfinale trennt die Guten von den Besten.
Besonders relevant für die Terminplanung der Saison 2025/26: Im aktuellen Turnier sind 9 Drittligisten vertreten — weniger als der Rekord von 12 in der Vorsaison, aber immer noch ein Signal dafür, wie durchlässig der DFB-Pokal nach oben ist. Die Drittligisten bringen ihren eigenen Spielrhythmus mit, was bei Terminüberschneidungen zu Verlegungen führen kann. Der DFB behält sich das Recht vor, Ansetzungen aus organisatorischen oder sicherheitsrelevanten Gründen zu verschieben.
Das Finale am 23. Mai 2026 im Berliner Olympiastadion bildet den Abschluss. Es ist das letzte Pflichtspiel der deutschen Vereinssaison und gleichzeitig das emotionale Highlight — ein Tag, an dem zwei Fanlager die Hauptstadt einfärben, die Straße des 17. Juni zur Fanmeile wird und das Olympiastadion seine maximale Kapazität von bis zu 76.000 Zuschauern erreicht.
Halbfinale 2026: Vorschau und Analyse
Vier Mannschaften, zwei Duelle, ein Ziel: Berlin. Das Halbfinale des DFB-Pokals 2025/26 liefert zwei Paarungen, die unterschiedlicher kaum sein könnten — und gerade deshalb so reizvoll sind. Auf der einen Seite das Duell der Schwergewichte: Bayer Leverkusen gegen den FC Bayern München. Auf der anderen Seite die Begegnung, die vor der Saison niemand prognostiziert hätte: VfB Stuttgart gegen den SC Freiburg. Beide Partien werden Ende April 2026 ausgetragen.
Bayer Leverkusen gegen FC Bayern München
Wenn Leverkusen und Bayern aufeinandertreffen, ist das im deutschen Fußball per Definition ein Spitzenspiel — unabhängig vom Wettbewerb. Im Pokal-Halbfinale gewinnt dieses Duell eine zusätzliche Dimension: Es gibt kein Rückspiel, keinen zweiten Versuch, kein Aggregat-Ergebnis. Ein Spiel, ein Sieger, und der Verlierer schaut im Mai von der Couch aus zu.

Bayer Leverkusen kommt als amtierender Bundesliga-Meister der Vorsaison in dieses Halbfinale. Die Mannschaft von Xabi Alonso hat im laufenden Wettbewerb gezeigt, dass der Pokal nicht nur ein Pflichttermin ist, sondern ein erklärtes Saisonziel. Leverkusens Stärke liegt in der taktischen Flexibilität — das 3-4-2-1-System, das in der Liga so dominant wirkt, kann im Pokal gegen einen ebenbürtigen Gegner zum Risiko werden, wenn die Flügelverteidiger zu hoch stehen und Bayern über die Konterachse zuschlägt.
Der FC Bayern München ist Rekordpokalsieger mit 20 Titeln und 24 Finalteilnahmen. Allein diese Statistik erzeugt Druck — aber nicht auf Bayern selbst, sondern auf den Gegner. Die Münchner wissen, was ein Pokal-Halbfinale verlangt: Konzentration über 90 (oder 120) Minuten, kein Nachlassen, keine Geschenke. Bayern hat in der Saison 2025/26 seinen Kader punktuell verstärkt und agiert im Pokal mit einer Mischung aus Erfahrung und jugendlichem Hunger.
Taktisch wird dieses Halbfinale über das Pressing entschieden. Beide Mannschaften bevorzugen ein hohes Anlaufen, beide wollen den Ball. Die Frage ist, wer den Gegner zuerst in Fehler zwingt. Leverkusen hat die bessere Ballzirkulation, Bayern die effizientere Chancenverwertung. Ein Spiel, das sich nach 0:0 in der ersten Halbzeit anfühlen könnte — und dann in den letzten 30 Minuten explodiert.
VfB Stuttgart gegen SC Freiburg
Das zweite Halbfinale ist die Geschichte des Titelverteidigers gegen den Außenseiter, der keiner mehr sein will. Der VfB Stuttgart hat im Mai 2025 mit dem 4:2 über Arminia Bielefeld den vierten DFB-Pokaltitel der Vereinsgeschichte gewonnen und geht als amtierender Champion in dieses Duell. Freiburg hat in der gesamten Vereinsgeschichte noch keinen DFB-Pokal gewonnen — aber genau das macht den Klub in diesem Wettbewerb gefährlich.
Stuttgart bringt die Erfahrung eines Titelverteidigers mit: das Wissen, wie es sich anfühlt, im Finale zu stehen, den Druck auszuhalten, das Spiel zu kontrollieren. Die Mannschaft hat im Verlauf des Turniers 2025/26 gezeigt, dass der Pokalsieg von 2025 kein Ausreißer war. Trainer Sebastian Hoeneß hat eine Spielidee implementiert, die auf schnelles Umschaltspiel und hohe Intensität setzt — Qualitäten, die im K.-o.-Modus Gold wert sind.
Der SC Freiburg unter Christian Streich — nein, unter Julian Schuster, der im Sommer 2024 die Nachfolge antrat — hat in dieser Pokalsaison einen bemerkenswerten Weg hinter sich. Freiburgs Stärke ist die Mannschaftsgeschlossenheit, die taktische Disziplin und die Fähigkeit, Spiele eng zu halten. Im Pokal reicht das manchmal weiter als individuelles Talent. Freiburg spielt nicht auf Ballbesitz-Dominanz, sondern auf kontrollierte Intensität — und das kann gegen Stuttgart genau die richtige Strategie sein.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf hat es einmal so formuliert: „Der DFB-Pokal bildet den Fußball in Deutschland in seiner ganzen Breite ab, er vereint die Amateure mit den Profis“ — Bernd Neuendorf, DFB-Präsident. Das Halbfinale Stuttgart gegen Freiburg ist der lebende Beweis: Zwei Klubs, die nicht aus dem Dunstkreis der absoluten Topvereine stammen, stehen unter den letzten Vier.
Das Halbfinale 2026 bietet zwei grundverschiedene Duelle: ein taktisches Schachspiel zwischen Leverkusen und Bayern auf der einen Seite, ein emotional aufgeladenes Duell zwischen Titelverteidiger Stuttgart und Überraschung Freiburg auf der anderen.
So funktioniert der DFB-Pokal
Der DFB-Pokal ist ein reiner K.-o.-Wettbewerb — wer verliert, fährt nach Hause. Kein Hin- und Rückspiel, keine Gruppenphase, keine Tordifferenz über zwei Begegnungen. Ein Spiel entscheidet alles, und genau das macht den Reiz des Turniers aus. 64 Mannschaften starten, eine gewinnt den Pokal. Sechs Runden, 63 Spiele, eine Trophäe.
Format: 64 Teams im K.-o.-System
Am DFB-Pokal nehmen 64 Mannschaften teil: die 36 Profiklubs aus Bundesliga und 2. Bundesliga, die vier bestplatzierten Vereine der 3. Liga, die Landespokalsieger aller 21 Landesverbände sowie drei weitere Teilnehmer, die sich über die Verbandsquote qualifizieren. Die Teilnahme ist Pflicht für alle Profivereine — ein Verzicht wird vom DFB sanktioniert.

Die Auslosung folgt einem klaren Prinzip: In den ersten beiden Runden werden die Vereine in zwei Lostöpfe aufgeteilt — Amateure und Profis. Die Amateurklubs erhalten stets Heimrecht, was ihnen einen finanziellen und emotionalen Vorteil verschafft. Ab dem Achtelfinale entfällt diese Regelung; die Paarungen und das Heimrecht werden frei ausgelost. Die Jungfernfahrt eines Drittligisten auf den Rasen eines großen Bundesliga-Stadions — oder umgekehrt, die Anreise eines Champions-League-Teilnehmers in eine 5.000-Zuschauer-Arena — das sind die Bilder, die den Pokal definieren.
Steht es nach 90 Minuten unentschieden, folgt eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten. In der Verlängerung steht den Mannschaften eine zusätzliche Wechselgelegenheit zur Verfügung — eine Regelung, die die physische Belastung in den Extra-Minuten reduzieren soll. Bringt auch die Verlängerung keine Entscheidung, folgt das Elfmeterschießen — fünf Schützen pro Team, danach im Sudden-Death-Modus. Der goldene Treffer, die zitternde Hand des letzten Schützen, der heulende Torwart: Elfmeterschießen im Pokal sind Fernsehmomente, die sich ins kollektive Gedächtnis brennen.
VAR ab dem Achtelfinale
Der Video Assistant Referee kommt im DFB-Pokal erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz. In den ersten beiden Runden wird bewusst auf den VAR verzichtet — ein pragmatischer Kompromiss, der mit der Infrastruktur der Amateurstadien zusammenhängt. Nicht jeder Sportplatz verfügt über die technische Ausstattung, die für den Videobeweis erforderlich ist. Ab dem Achtelfinale finden die Spiele ausschließlich in Stadien statt, die die VAR-Standards erfüllen.
Die sogenannte Acht-Sekunden-Regel ist eine der weniger bekannten Vorschriften des Turniers. Sie besagt, dass ein Torhüter bei einem Abstoß den Ball innerhalb von acht Sekunden ins Spiel bringen muss. In der Praxis wird diese Regel selten gepfiffen — aber sie existiert und soll Zeitspiel verhindern. Die Durchführungsbestimmungen des DFB-Pokals 2025/26, ein 82-seitiges PDF-Dokument, regeln jeden Aspekt des Wettbewerbs — von der Auslosung über die TV-Produktion bis zu den Strafen für Fehlverhalten.
Die Acht-Sekunden-Regel
Bei Abstößen muss der Torhüter den Ball innerhalb von acht Sekunden wieder ins Spiel bringen. Verstöße werden mit indirektem Freistoß geahndet. Die Regel ist im deutschen Pokalwettbewerb einzigartig und dient der Beschleunigung des Spiels, insbesondere in den Schlussminuten enger Partien.
Ein Detail, das oft übersehen wird: Die Platzverhältnisse im DFB-Pokal sind nicht standardisiert. Während Bundesliga-Stadien Rasenheizung und einheitliche Maße vorweisen, können Amateurplätze in der 1. Runde deutlich kleinere Spielfelder haben. Das Regelwerk erlaubt Spielfeldgrößen zwischen 100 und 110 Metern Länge sowie 64 und 75 Metern Breite — ein Spielraum, der taktische Konsequenzen hat. Mannschaften, die auf breitem Feld dominieren, können auf engem Raum ins Straucheln geraten.
Geschichte und Rekorde
Der DFB-Pokal wird seit 1935 ausgetragen — mit einer Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg (1944–1953). Was als „Tschammer-Pokal“ begann, ist heute der traditionsreichste Vereinswettbewerb des deutschen Fußballs. Fast neun Jahrzehnte Pokalgeschichte haben Legenden hervorgebracht, Rekorde produziert und Geschichten geschrieben, die weit über das Sportliche hinausgehen.
Rekordsieger: Bayern München dominiert die Statistik
Der FC Bayern München ist mit 20 Titeln und 24 Finalteilnahmen der unangefochtene Rekordsieger des DFB-Pokals. Kein anderer Verein kommt auch nur annähernd an diese Bilanz heran. Die Münchner haben in sechs verschiedenen Jahrzehnten den Pokal gewonnen — eine Konstanz, die im europäischen Vereinsfußball ihresgleichen sucht.
| Verein | Titel | Finalteilnahmen |
|---|---|---|
| FC Bayern München | 20 | 24 |
| Werder Bremen | 6 | 10 |
| Borussia Dortmund | 5 | 9 |
| FC Schalke 04 | 5 | 7 |
| Eintracht Frankfurt | 5 | 9 |
| VfB Stuttgart | 4 | 7 |
| 1. FC Köln | 4 | 7 |
Stuttgart rückte durch den Triumph im Finale 2025 auf vier Pokaltitel vor — nach zuvor drei Titeln (1954, 1958, 1997). Die Lücke von 28 Jahren zwischen dem dritten und dem vierten Titel zeigt, wie schwer es ist, den Pokal zu gewinnen, selbst für einen Bundesligisten mit entsprechender Tradition.
Gerd Müller hält mit 78 Treffern den ewigen Torrekord im DFB-Pokal. Eine Marke, die angesichts der heutigen Kader-Rotation und des geringeren Einsatzvolumens einzelner Spieler wohl unerreichbar bleiben wird.
Das Finale 2025: Stuttgart triumphiert, Bielefeld schreibt Geschichte
Das jüngste Finale — VfB Stuttgart 4:2 Arminia Bielefeld am 24. Mai 2025 — war ein Endspiel, das in Erinnerung bleibt. Nicht nur wegen des Ergebnisses, sondern wegen der Protagonisten. Arminia Bielefeld, ein Drittligist, hatte sich als erster Verein aus der 3. Liga seit Einführung der heutigen Ligastruktur ins Endspiel gekämpft. Julian Kania erzielte in der 82. Minute das Tor zum 4:1 — der erste Treffer eines Drittligisten in einem DFB-Pokal-Finale überhaupt.

Die TV-Quoten des Finales 2025 bestätigten die Strahlkraft: 7,56 Millionen Zuschauer sahen die Partie auf ZDF, was einem Marktanteil von 32,7 Prozent entsprach. In der werberelevanten Zielgruppe der 14- bis 49-Jährigen lag der Marktanteil bei 42,2 Prozent — ein Wert, von dem Samstagabend-Shows nur träumen können.
Sabrina Wittmann (FC Ingolstadt 04) war in der Saison 2024/25 die erste Frau, die als Cheftrainerin eine Mannschaft in einem DFB-Pokal-Spiel betreute. Das Erstrundenspiel gegen Kaiserslautern endete 1:2 — aber der historische Moment bleibt.
TV-Quoten: Vom Quotenrekord zum Streaming-Zeitalter
Die Einschaltquoten der DFB-Pokalfinals erzählen eine Geschichte des Wandels im deutschen Fernsehmarkt. Das Allzeit-Hoch liegt bei rund 14 Millionen Zuschauern, erreicht beim Finale Bayern gegen Dortmund 2016. Es folgten Finaljahre mit zehn Millionen und mehr (2018, 2019), bevor die COVID-Pandemie 2020 einen Einbruch auf rund sieben Millionen brachte — bei einem Geisterspiel ohne Zuschauer im Stadion.
Seitdem bewegen sich die Quoten in einem Korridor zwischen sieben und acht Millionen. Das Finale 2024 (Leverkusen 1:0 Kaiserslautern, ARD) erreichte 7,95 Millionen bei einem Marktanteil von 34 Prozent. Das Finale 2025 lag mit 7,56 Millionen (ZDF) knapp darunter. Der Rückgang erklärt sich weniger durch sinkendes Interesse als durch die Fragmentierung des TV-Marktes: Streaming-Dienste, Zweitbildschirm-Nutzung und zeitversetztes Schauen fließen nicht vollständig in die klassische AGF-Messung ein.
Bemerkenswert ist der Wert in der jüngeren Zielgruppe: 2,05 Millionen Zuschauer zwischen 14 und 49 Jahren sahen das Finale 2025 — ein Marktanteil von 42,2 Prozent in dieser Altersgruppe. Das DFB-Pokalfinale ist damit eines der wenigen Live-Events im deutschen Fernsehen, das die jüngere Generation noch in relevanter Zahl vor den linearen Bildschirm holt. Für die TV-Sender und deren Werbekunden ist das ein Argument, das schwerer wiegt als die absolute Zuschauerzahl.
Außenseiter und Pokalwunder
Der DFB-Pokal lebt von seinen Außenseiter-Geschichten. Seit 2003 sind in jedem einzelnen Saisonverlauf mindestens zwei Bundesligisten bereits in der 1. Runde gescheitert — eine Serie, die die Unberechenbarkeit des K.-o.-Formats unterstreicht. In der Saison 2024/25 nahmen 12 Drittligisten teil — ein Rekord, der in der aktuellen Saison 2025/26 mit neun Vertretern der dritthöchsten Spielklasse nicht ganz erreicht wurde.
Die finanziellen Auswirkungen eines Pokal-Coups sind für kleinere Klubs enorm. Ein Sieg in der 1. Runde bringt dem Sieger ein Weiterkommen — und damit die Chance auf die 2.-Runden-Prämie von 423.772 Euro. Für einen Regionalligisten mit einem Jahresetat von unter einer Million Euro kann ein einziger Pokalerfolg den Haushalt auf Jahre sichern. Der Pokal ist, um es nüchtern zu formulieren, eine Umverteilungsmaschine von oben nach unten.
Die Saison 2025/26 setzte diese Tradition fort: Bereits in der 1. Runde sorgten mehrere Begegnungen für Spannung, in denen Amateurklubs den Favoriten an den Rand einer Niederlage brachten. Der Reiz dieser Partien liegt nicht nur im sportlichen Ergebnis, sondern in der Atmosphäre: Stadien mit 5.000 Plätzen, ausverkauft bis auf den letzten Stehplatz, ein Bratwurstduft, der sich mit der Anspannung eines Erstligisten vermischt, der weiß, dass eine Blamage hier seine ganze Saisonplanung erschüttert. Es sind diese Abende, die den DFB-Pokal von der Bundesliga unterscheiden — nicht die großen Finals, sondern die kleinen Wunder auf dem Weg dorthin.
Arminia Bielefeld ist der einzige Drittligist, der es zweimal ins Halbfinale des DFB-Pokals geschafft hat — 2015 und 2025. Der ostwestfälische Klub bewies damit, dass Pokalgeschichte kein einmaliger Ausreißer sein muss, sondern zur Vereins-DNA werden kann.
Prämien: Was der Pokal einbringt
Der DFB-Pokal ist nicht nur ein sportlicher Wettbewerb — er ist eine wirtschaftliche Säule des deutschen Vereinsfußballs. Der Gesamtfonds für die Saison 2025/26 beträgt 75 Millionen Euro, eine Steigerung um 800.000 Euro gegenüber dem Vorjahr (74,2 Millionen Euro). Die Verteilung dieser Summe folgt einem klaren Prinzip: Je weiter ein Verein kommt, desto mehr verdient er — mit einer Verdoppelung der Prämie in jeder Runde bis zum Halbfinale.
Prämienstruktur 2025/26 im Detail
| Runde | Prämie pro Verein |
|---|---|
| 1. Runde | 211.886 Euro |
| 2. Runde | 423.772 Euro |
| Achtelfinale | 847.544 Euro |
| Viertelfinale | ca. 1,7 Mio. Euro |
| Halbfinale | 3,39 Mio. Euro |
| Finalist (Verlierer) | 2,88 Mio. Euro |
| Pokalsieger | 4,32 Mio. Euro |
Die Zahlen addieren sich: Ein Verein, der den DFB-Pokal 2025/26 gewinnt, erhält über alle Runden hinweg eine Gesamtprämie von exakt 10.888.465 Euro. Keine andere nationale Pokalwettbewerb-Prämie in Europa erreicht dieses Niveau im Verhältnis zur Vereinszahl. Für die Bundesligisten ist das ein angenehmer Bonus — für einen Drittligisten oder Regionalligisten kann es existenzsichernd sein.
Die Eintrittskarten-Erlöse folgen einer eigenen Logik: 45 Prozent gehen an den Heimverein, 45 Prozent an den Gastverein, und 10 Prozent behält der DFB zur Deckung der Organisationskosten — Schiedsrichter, Stadionmiete, Sicherheitsdienste. Diese 45/45/10-Formel ist ein Alleinstellungsmerkmal des DFB-Pokals. In der Bundesliga erhält der Heimverein sämtliche Ticketeinnahmen; im Pokal wird geteilt. Für die Gastmannschaft, insbesondere wenn es ein kleiner Verein ist, der in einem großen Stadion antritt, kann der Ticketerlös die Prämie nochmals deutlich aufstocken.
Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident für Spielbetrieb und Fußballentwicklung, formulierte es bei der Bekanntgabe der Prämienverteilung so: „Die partnerschaftliche Abstimmung zwischen DFB und DFL zeigt die Einheit zwischen Profis und Amateuren. Darin drückt sich auch die Attraktivität des Formats aus“ — Peter Frymuth, DFB-Vizepräsident. Tatsächlich ist der DFB-Pokal einer der wenigen Wettbewerbe, in dem die Erlöse systematisch von oben nach unten umverteilt werden.
Bereits die bloße Teilnahme an der 1. Runde bringt 211.886 Euro — eine Summe, die für viele Amateurvereine das Budget einer halben Saison darstellt. Wer die 2. Runde erreicht, hat sich fast eine halbe Million Euro erspielt. Wer im Achtelfinale steht, hat kumuliert über 1,4 Millionen Euro verdient. Die Prämienstruktur des DFB-Pokals ist so aufgebaut, dass jede Runde den finanziellen Einsatz des Weiterspielens erhöht — und damit auch die Motivation, im K.-o.-Modus alles zu riskieren.
Für die Bundesligisten spielen die DFB-Pokal-Prämien eine andere Rolle: Sie sind Teil der Gesamterlöse, die sich aus Medienrechten, Sponsoring, Ticketeinnahmen und Prämien zusammensetzen. Der DFB veröffentlicht die Prämienstruktur jedes Jahr transparent auf seiner Website — ein Vorgehen, das in anderen Ligen nicht selbstverständlich ist.
Der Pokalsieger 2025/26 kassiert über alle Runden hinweg 10.888.465 Euro. Doch der wahre ökonomische Wert des Pokals zeigt sich weiter unten: Für Amateurklubs können bereits die Erlöse aus der 1. Runde eine Saison finanzieren.
Überleitung von den Prämien zum Berliner Finale.
Das Finale in Berlin – Tradition bis 2030
Das Olympiastadion in Berlin ist seit 1985 die Heimat des DFB-Pokalfinals. Über vier Jahrzehnte lang hat dieses Stadion den Rahmen für die größten Momente des deutschen Pokalfußballs geliefert — und es wird dies auch in den kommenden Jahren tun. Am 5. Februar 2026 unterzeichneten der DFB und das Land Berlin die Verlängerung des Vertrags bis mindestens 2030, wie die Senatskanzlei Berlin in einer offiziellen Pressemitteilung bestätigte.

Holger Blask, DFB-Generalsekretär, betonte bei der Vertragsunterzeichnung: „Das DFB-Pokalfinale ist nicht nur ein sportliches Highlight, sondern auch ein bedeutender Wirtschaftsfaktor für den deutschen Fußball und die Stadt Berlin“ — Holger Blask, DFB-Generalsekretär. Die Worte sind keine Floskel: Das Pokalfinale bringt jedes Jahr Zehntausende Besucher in die Hauptstadt, die Hotels buchen, Restaurants besuchen und die Stadt für ein verlängertes Wochenende in eine Fußball-Hauptstadt verwandeln.
Berlins Regierender Bürgermeister Kai Wegner unterstrich die Bedeutung aus städtischer Perspektive: „Sportgroßveranstaltungen sind ein Gewinn für unsere Stadt — gesellschaftlich, wirtschaftlich und strategisch“ — Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin. Für Berlin ist das Pokalfinale mehr als ein einzelnes Fußballspiel: Es ist ein jährlich wiederkehrendes Event, das internationale Sichtbarkeit erzeugt und die Marke Berlin als Sportstadt stärkt.
Das Olympiastadion selbst bietet beim Pokalfinale eine Kapazität von bis zu 76.000 Zuschauern. Die reguläre Kapazität liegt bei 74.244, doch durch den Einsatz zusätzlicher Tribünenelemente des Herstellers NÜSSLI im Bereich zwischen Marathontor und Glockenturm werden beim Finale regelmäßig rund 2.000 weitere Plätze geschaffen. Jeder einzelne davon ist begehrt — und die Nachfrage übersteigt das Angebot bei Weitem.
Wie sehr die Nachfrage das Angebot übersteigt, zeigten die Zahlen des Finales 2025: 1,66 Millionen reale Ticket-Anfragen registrierte der DFB — und musste gleichzeitig 160 Millionen Bot-Attacken auf das Ticketsystem abwehren. Die Diskrepanz zwischen echten Fans und automatisierten Kaufversuchen war so groß, dass der DFB sich öffentlich bei den Fans entschuldigte, die stundenlang im virtuellen Warteraum gewartet hatten und leer ausgegangen waren.
Olympiastadion Berlin: Das Pokalfinale in Zahlen
Kapazität beim Finale: bis zu 76.000 Zuschauer. Dauerhafter Standort des DFB-Pokalfinals seit 1985 — nun vertraglich gesichert bis mindestens 2030. Ticket-Anfragen beim Finale 2025: 1,66 Millionen. Bot-Attacken abgewehrt: 160 Millionen.
Im Rahmen der Vertragsverlängerung wurde auch eine konkrete Infrastrukturmaßnahme vereinbart: Die Erweiterung der Eingänge Süd und Ost, die beim Finale 2025 als Nadelöhre identifiziert worden waren. Fans hatten teilweise über eine Stunde vor den Toren gewartet, bevor sie das Stadion betreten konnten. Die geplante Erweiterung soll die Einlasskapazität erhöhen und die Wartezeiten deutlich reduzieren.
DFB-Präsident Bernd Neuendorf fasste die Bedeutung des Berliner Finals in einem Satz zusammen: „Das Endspiel im Olympiastadion steht für Tradition, Emotion und sportliche Exzellenz — Werte, die den Pokal so einzigartig machen“ — Bernd Neuendorf, DFB-Präsident. Man mag solche Zitate als PR abtun — aber sie treffen einen Punkt. Das Pokalfinale in Berlin ist kein austauschbares Event. Es hat eine Identität, eine Tradition und eine Atmosphäre, die durch keinen Standortwechsel replizierbar wäre.
Das nächste Finale steigt am 23. Mai 2026. Wer auch immer aus den Halbfinals als Sieger hervorgeht — die Bühne in Berlin wartet. Und mit ihr 76.000 Fans, Millionen vor den Bildschirmen und eine Stadt, die seit über 40 Jahren weiß, wie man ein Pokalfinale feiert.
Das DFB-Pokalfinale bleibt bis 2030 in Berlin. Die Vertragsverlängerung vom Februar 2026 sichert nicht nur den Standort, sondern bringt auch Infrastrukturverbesserungen — allen voran die Erweiterung der Eingänge Süd und Ost im Olympiastadion.
Häufig gestellte Fragen zum DFB-Pokal
Wie hoch sind die Prämien im DFB-Pokal 2025/26?
Der Gesamtprämientopf des DFB-Pokals 2025/26 beträgt 75 Millionen Euro. Jeder Teilnehmer der 1. Runde erhält automatisch 211.886 Euro. Die Prämie verdoppelt sich mit jeder Runde bis zum Halbfinale: 2. Runde 423.772 Euro, Achtelfinale 847.544 Euro, Viertelfinale rund 1,7 Millionen Euro, Halbfinale 3,39 Millionen Euro. Der Finalist erhält 2,88 Millionen Euro, der Pokalsieger 4,32 Millionen Euro. Über alle Runden kumuliert verdient der Gewinner des Wettbewerbs 10.888.465 Euro. Hinzu kommen anteilige Ticketerlöse nach der 45/45/10-Formel, die den Gesamtgewinn weiter erhöhen.
Wo wird der DFB-Pokal 2025/26 live im TV und Stream übertragen?
Sky überträgt alle 63 Spiele des DFB-Pokals 2025/26 live — sowohl als Einzelspiel als auch in der Konferenz. Im Free-TV zeigen ARD und ZDF ausgewählte Partien, wobei die ARD typischerweise sieben bis acht und das ZDF rund 15 Spiele pro Saison überträgt. Kostenlose Streaming-Optionen bieten die ARD Mediathek und Joyn für die Free-TV-Spiele. DAZN hält die Highlight-Rechte und zeigt Zusammenfassungen nach den Spieltagen. Ab der Saison 2026/27 ändert sich die Rechtelage: RTL steigt erstmals als Free-TV-Partner ein, und kicker erhält erstmals Clip-Rechte für kurze Spielszenen.
Wie funktioniert das K.-o.-System im DFB-Pokal?
Der DFB-Pokal ist ein reiner K.-o.-Wettbewerb mit 64 Mannschaften in sechs Runden. In jeder Runde scheidet der Verlierer aus — es gibt kein Hin- und Rückspiel. Bei Unentschieden nach 90 Minuten folgt eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten mit einer zusätzlichen Wechselmöglichkeit. Bringt auch die Verlängerung keine Entscheidung, entscheidet ein Elfmeterschießen. Der Videobeweis (VAR) kommt erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz, da viele Amateurstadien in den ersten Runden nicht über die nötige technische Infrastruktur verfügen.
Wer ist Rekordsieger des DFB-Pokals?
Der DFB-Pokal ist ein reiner K.-o.-Wettbewerb mit 64 Mannschaften in sechs Runden. In jeder Runde scheidet der Verlierer aus — es gibt kein Hin- und Rückspiel. Bei Unentschieden nach 90 Minuten folgt eine Verlängerung von zweimal 15 Minuten mit einer zusätzlichen Wechselmöglichkeit. Bringt auch die Verlängerung keine Entscheidung, entscheidet ein Elfmeterschießen. Der Videobeweis (VAR) kommt erst ab dem Achtelfinale zum Einsatz, da viele Amateurstadien in den ersten Runden nicht über die nötige technische Infrastruktur verfügen.
Wer ist Rekordsieger des DFB-Pokals?
Der FC Bayern München ist mit 20 Titeln und 24 Finalteilnahmen der unangefochtene Rekordsieger des DFB-Pokals. Dahinter folgen Werder Bremen (6 Titel), Borussia Dortmund, FC Schalke 04 und Eintracht Frankfurt (jeweils 5 Titel). Der VfB Stuttgart rückte durch den Finalsieg 2025 gegen Arminia Bielefeld (4:2) auf vier Pokaltitel vor. Der DFB-Pokal wird seit 1935 ausgetragen — mit einer kriegsbedingten Unterbrechung von 1944 bis 1953.
Was diese Pokalsaison besonders macht
Die DFB-Pokalsaison 2025/26 hat auf ihrem Weg zum Finale in Berlin bereits jetzt eine bemerkenswerte Geschichte geschrieben. Es ist eine Saison, in der Rekordkulissen in der 1. Runde auf dramatische Elfmeter-Krimis im Achtelfinale trafen, in der 75 Millionen Euro an Prämien verteilt werden und in der ein Drittligist beinahe erneut für eine Sensation gesorgt hätte. Der Wettbewerb hat einmal mehr bewiesen, dass er weit mehr ist als ein Anhängsel des Ligaalltags — er ist das emotionale Herzstück der deutschen Vereinssaison.
Mit Bayer Leverkusen, dem FC Bayern München, Titelverteidiger VfB Stuttgart und dem SC Freiburg stehen vier Halbfinalisten fest, die unterschiedlicher kaum sein könnten. Leverkusen jagt das nächste Double, Bayern will den Pokal nach sechs titellosen Jahren zurückholen, Stuttgart verteidigt die Trophäe — und Freiburg träumt als Außenseiter vom ersten großen Titel der Vereinsgeschichte. Zwei Halbfinals im April, dann das Finale am 23. Mai 2026 im Olympiastadion: Die Bühne ist bereitet.
Was bleibt, ist die Erkenntnis, die jede Pokalsaison aufs Neue bestätigt: Im K.-o.-Modus gibt es keine Sicherheiten. Es gibt nur 90 Minuten, manchmal 120, und am Ende entscheidet ein Moment — ein Tor, ein gehaltener Elfmeter, eine Flanke, die den Weg ins Netz findet. Genau das macht den DFB-Pokal zu dem, was er seit 1935 ist: der Wettbewerb, in dem alles möglich ist.
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